Diesel- und Benzinpreis auf Rekordhoch Steigende Spritpreise: Bei Bussen und Bahnen drohen in Thüringen mehr Kosten

Viele Thüringer Unternehmen sehen in den steigenden Spritpreisen ein Risiko für ihr Geschäft. Deshalb drohen auch höhere Kosten bei Bussen, Bahnen, Speditionen und Umzugsunternehmen. Besonders hart trifft es dabei den Schwerlastverkehr. Nach Ansicht des Fahrlehrerverbandes Thüringen ist die Lage dort mittlerweile dramatisch. Fahrschüler von Bussen und Lkw berichteten von bis zu 50 Prozent höheren Kraftstoff-Kosten als noch vor einem Jahr.

Wie der Landesverband des Verkehrsgewerbes MDR THÜRINGEN mitteilte, können Transportunternehmen die Kosten direkt umlegen. Möglich macht das der sogenannte Dieselfloater - der Zuschlag passt sich automatisch an die Kraftstoffpreisentwicklung an. Den Transportunternehmen ermöglicht er, kostendeckend zu arbeiten. Für die Kunden erhöhen sich dadurch die Preise unmittelbar. Wie viele Transportunternehmen davon tatsächlich Gebrauch machen, ist dem Verband nicht bekannt.

Entwicklung der Spritpreise
Seit Monaten steigen die Spritpreise. Grund ist vor allem der nach dem Corona-Einbruch im vergangenen Jahr gestiegene Ölpreis. Bildrechte: MDR

Taxiunternehmen können höhere Spritpreise nicht direkt umlegen

Schwieriger ist dagegen die Situation bei Taxi-und Mietauto-Unternehmen. Sie können nicht kurzfristig auf steigende Preise reagieren. Denn höhere Tarife müssen zunächst von den zuständigen Behörden in den Landkreisen genehmigt werden. Nach Angaben des Verkehrsgewerbeverbandes  verschärft sich dadurch die Situation für die Taxiunternehmen weiter - nachdem einige schon schwer durch die Coronakrise gekommen sind. Laut Verkehrsverbund Mittelthüringen stehen auch die Verkehrsbetriebe unter Druck. Weil die Energiekosten eher steigen als sinken, werden die Preise ohnehin jedes Jahr erhöht.

Von den hohen Spritpreisen betroffen, sind auch sind private Autofahrer. Vor allem Ostthüringer nutzen derzeit die Möglichkeit ins benachbarte Tschechien zum Tanken zu fahren. Trotz der zusätzlichen Kilometer würden sie aktuell an tschechischen Zapfsäulen bis zu 15 Euro pro Tankfüllung sparen.

Quelle: MDR/jml

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 19. Oktober 2021 | 07:00 Uhr

10 Kommentare

mattotaupa vor 5 Wochen

"den größten Anteil der Energiekosten streicht unser Staat in Form von diversen Abgaben ein" und die steuern wurden gerade eben von rot-grün erhöht, obwohl diese gar nicht regieren ... aber gut, wenn sie es besser wissen ...

mattotaupa vor 5 Wochen

1. noch regiert schwarz-rot 2. seit wann genau können rot-grüne-eventuell-regierungen den ölpreis überall auf der welt beeinflussen? 3. sie vergessen, daß gerade die ihrerseits unterschlagene gelbe partei besonders auf die mächte des marktes vertraut und genau die hier an der preisschraube drehen. 4. sie schaffen ihr auto nie zur durchsicht und lassen es erst reparieren, wenn es liegengeblieben ist? genau das sind nämlich die pläne von schwarz und braun hinsichtlich der umwelt.

mattotaupa vor 5 Wochen

"Die Löhne steigen - die Kosten steigen..." nun, hier steigen erstmal die kosten (der markt regelt da mal wieder was), die löhne hingegen werden wohl weniger schnell steigen (der mdr bot ja erst kürzlich so nem typen ne bühne, der meinte, daß mindestlohn nicht erhöht werden sollte und h4 schon gar nicht).

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