Gewitter und Starkregen Unwetter am Wochenende: Großeinsatz in Gierstädt - Schlamm auf Bahnstrecke bei Legefeld

Unwetter mit Starkregen beschäftigten am Wochenende Anwohner und Einsatzkräfte in mehreren Regionen Thüringens. In Gierstädt hatte die Polizei Straßen gesperrt, 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Feuerwehrleute an einer überschwemmten Straße
Bei Weimar-Legefeld rückte die Feuerwehr am Sonntag aus, weil Wasser und Schlamm über eine Straße und einen Bahnübergang flossen. Bildrechte: MDR/Johannes Krey

Nach heftigen Unwettern am Wochenende hat sich die Lage in Thüringen am Montag wieder weitestgehend beruhigt. Straßen, die wegen des Unwetters hatten gesperrt werden müssen, sind wieder frei. Wegen starkem Regen hatten etwa die Zufahrtsstraßen in Gierstädt an der Fahner Höhe am Sonntag gesperrt werden müssen. Seit Sonntagmorgen war ein Großaufgebot mehrerer Feuerwehren im Einsatz gewesen, weil sämtliche Straßen aufgrund von Schlamm, Unrat und Hochwasser unpassierbar gewesen waren, hieß es.

Straßen überflutet - Großeinsatz der Feuerwehr

Ein Flusswehr habe aufgebrochen werden müssen, weil das Wasser aufgrund von Schwemmgut und Schlamm nicht mehr habe ablaufen können. Außerdem mussten dutzende Keller den Angaben nach leer gepumpt werden. Allerdings hätten keine Bewohner ihre Häuser verlassen müssen.

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MDR THÜRINGEN JOURNAL So 06.06.2021 19:00Uhr 01:16 min

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Starker Regen auch im Raum Nordhausen und Weimar

Große Regenmengen machten Anwohnern und Einsatzkräften auch im Raum Nordhausen sowie in Weimar und im Weimarer Land zu schaffen. So blockierte bei Legefeld eine Schlammlawine eine Straße und einen Bahnübergang. Die Strecke wurde teilweise unterspült. Nach Angaben der Erfurter Bahn musste die Strecke zwischen Holzdorf und Kranichfeld gesperrt werden. Es wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Am Montagmorgen konnten die Züge der Ilmtalbahn wieder fahren.

Feuerwehrleute an einer überschwemmten Straße
Der Bahnübergang bei Legefeld am Sonntag. Bildrechte: MDR/Johannes Krey

Naturbad im Unstrut-Hainich-Kreis überflutet

In Lengenfeld unterm Stein im Unstrut-Hainich-Kreis hat starker Regen das Naturbad komplett überflutet. Wie Bürgermeister Andreas Henning (pl) MDR THÜRINGEN sagte, muss das Wasser komplett abgepumpt werden, die Becken müssen gesäubert und neu gefüllt werden. Im Nachbarort Faulungen sei durch den Wasserdruck eine Mauer auf einem Privatgrundstück umgefallen, mehrere Autos wurden beschädigt. Außerdem musste die Faulunger Feuerwehr vier Keller leerpumpen.

Autofahrer zu schnell auf nassen Straßen unterwegs

Auf regennassen Autobahnen kam es am Sonntag zudem zu mehreren Unfällen in Thüringen. Betroffen waren nach Angaben der Polizei die A4, die A71 und die A38. Autos kamen ins Schleudern oder überschlugen sich. Mehrere Menschen wurden verletzt. Bei insgesamt acht Unfällen entstand laut Polizeiangaben von Sonntagnachmittag ein Gesamtschaden von rund 75.000 Euro. Grund für die Unfälle war laut Polizei in fast allen Fällen zu schnelles Fahren auf nasser Fahrbahn.

Bereits Freitagabend kämpften Anwohner, Feuerwehr und weitere Hilfskräfte in verschiedenen Regionen Thüringens gegen Wasser- und Schlammmassen. Besonders schlimm traf es Mosbach bei Wutha-Farnroda im Wartburgkreis.

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MDR THÜRINGEN JOURNAL Sa 05.06.2021 19:00Uhr 01:48 min

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Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 06. Juni 2021 | 11:00 Uhr

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