Wetter Unwetterfront hinterlässt keine größeren Schäden in Thüringen

In Thüringen warnte der Deutsche Wetterdienst seit dem frühen Freitagabend vor teils extremem Unwetter. Eine Gewitterfront hinterließ vor allem in Südthüringen umgestürzte Bäume. Größere Schäden soll es nicht gegeben haben.

Ein Regenbogen bildet sich vor dunklen Wolken.
Dunkle Wolken zogen am Freitag auf. Nach einer erste Einschätzung kam es in Thüringen nur zu wenigen Schäden. Bildrechte: dpa

Das Orkantief "Emmelinde" hat in Thüringen nach einer ersten Einschätzung der Polizei keine größeren Schäden hinterlassen. Zwar habe es heftigen Regen gegeben, zunächst seien aber keine Menschen verletzt worden. Insgesamt zwölf Mal musste die Polizei ausrücken - hauptsächlich wegen entwurzelter Bäume. Davon war vor allem Südthüringen betroffen, so etwa der Kreis Schmalkalden-Meiningen bei Untermaßfeld und Henneberg. In Ritschenhausen wurde zudem eine Bahnunterführung überspült. Bei Lengenfeld im Unstrut-Hainich-Kreis spülte kurzzeitiger Starkregen größere Mengen Kies auf eine Straße. Im Zuge der Aufräumarbeiten durch die Feuerwehr waren Straßen teils mehrere Stunden voll gesperrt.

Nach Polizeiangaben kam zudem ein Autofahrer bei Dittersdorf im Saale-Orla-Kreis durch Aquaplaning von der Straße ab und prallte gegen eine Betonwand. Der Fahrer und die drei weiteren Insassen wurden leicht verletzt.

Wetterdienst warnte vor extremem Unwetter

Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor landesweit vor starkem Gewitter gewarnt, in einigen Bereichen sogar vor extremem Gewitter auf der Stufe 4 von 4.

Dabei schloss der Wetterdienst auch orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde und heftigen Starkregen nicht aus. Das Gewittertief zog nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes vom Westen Thüringens über die nördliche Mitte hinweg. Ab dem späten Abend zog die Gewitterlinie dann nach Osten ab und die Wetterlage im Freistaat beruhigte sich wieder.

Friedhöfe und Parks teilweise geschlossen

Die Stadt Eisenach hat wegen der Unwetter bis Montag den Hauptfriedhof geschlossen. Ebenso schloss die Stadt Gera ab Freitagnachmittag ihre Friedhöfe wie auch den Tierpark. In Arnstadt schlossen unter anderem Bibliothek, Schlossmuseum und der Tierpark. Wegen des Unwetters warnt die Klassik-Stiftung bis Montag vor dem Betreten der Parks und Gärten in Weimar. Auch der Schlosspark Großkochberg in Saalfeld-Rudolstadt und die Hausgärten blieben aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Organisatoren planen weiter mit Rennsteiglauf

Die Veranstalter des Rennsteiglaufes planen, die Veranstaltung wie geplant durchzuführen, wie sie am Freitagnachmittag mitteilten. Am Freitagabend gab es in der Region heftige Gewitter und Windböen. Nasse, rutschige Wege oder auch umgestürzte Bäume auf der Strecke sind daher nicht ausgeschlossen. Bis zum Samstagmorgen soll sich das Wetter beruhigen und es soll während der Läufe auch nicht regnen. Die Temperaturen im Thüringer Wald liegen am Samstagvormittag bei angenehmen zehn bis 16 Grad.

Bereits am Donnerstagabend gab es bei einem Unwetter, das durch Thüringen zog, einzelne Schäden etwa im Wartburgkreis. Dort musste einzelne Straßen gesperrt werden oder fielen Dachziegel auf geparkte Autos.

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert laufend über die Warnsituation in Deutschland. Regionale Warnungen werden sehr kurzfristig herausgegeben, um möglichst genau sein zu können. Wenn Sie einen Punkt auf der Karte auswählen, werden Ihnen die entsprechenden Warnungen angezeigt.

Sehen sie hier die aktuelle Wetterlage über Thüringen.

MDR/dpa (rom/sar/cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 20. Mai 2022 | 15:00 Uhr

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