Inflationsrate Verbraucherpreise in Thüringen steigen weiter an

Die Thüringer Inflationsrate kletterte im Oktober auf 4,4 Prozent. Vor allem bei Kraftstoffen und Heizöl müssen die Verbraucher deutlich tiefer in die Tasche greifen. Aber auch im Supermarkt stiegen die Preise weiter an.

Eine Seniorin haelt Geldscheine in ihrer Hand.
Die Thüringer Inflationsrate kletterte im Oktober auf 4,4 Prozent. Bildrechte: MDR/imago/epd

Die Verbraucher in Thüringen haben im Oktober erneut tiefer ins Portemonnaie greifen müssen. Laut Statistischem Landesamt kletterten die Preise um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und um 0,4 Prozent im Vergleich zum September. Die Inflationsrate stieg binnen eines Monats von 4,1 auf 4,4 Prozent.

Heizölpreise mehr als doppelt so hoch wie 2020

Den größten Anstieg mit einem Plus von 18,5 Prozent gab es bei den Energiepreisen. Die Heizölpreise war demnach im Oktober mit einem Plus von 118,4 Prozent mehr als doppelt so hoch wie noch vor einem Jahr. Kraftstoffe verteuerten sich um 35,3 Prozent und die in Thüringen oft genutzte Fernwärme kostete im Schnitt 20 Prozent mehr. Auch die Preise für Gas lagen um 3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Auch im Supermarkt mussten die Kunden mehr zahlen. Teurer wurden etwa Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke, deren Kosten stiegen im Schnitt um 4,2 Prozent. Bereits im April verzeichneten die Statistiker extreme Steigerungen bei einzelnen Gemüsesorten. So wurden damals Paprika über 80 Prozent teurer und die Preise für Blumenkohl stiegen um rund 35 Prozent.

Dienstleistungen werden teurer

Die Preise für Dienstleistungen zogen um 2,3 Prozent an. Für Gaststätten oder Beherbergung mussten Verbraucher im Schnitt 3,4 Prozent mehr bezahlen. Die Nettokaltmieten stiegen um 1,0 Prozent. 

Die Statistiker machten klar, dass sich das Ende der Mehrwertsteuersenkung zum 1. Januar, die Einführung der CO2-Bepreisung sowie niedrige Preise für Mineralölprodukte im vergangenen Jahr auf die aktuelle Inflationsrate auswirkten. Dieser Effekt werde bis zum Jahresende die Höhe der Inflationsrate beeinflussen, hieß es.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 05. November 2021 | 13:00 Uhr

12 Kommentare

emlo vor 27 Wochen

Totaler Quatsch! Die neue Regierung ist überhaupt noch nicht gebildet, geschweige denn im Amt. Demzufolge kann die aktuelle Preisentwicklung überhaupt nichts mit der Wahlentscheidung zu tun haben.

emlo vor 27 Wochen

@Hansi63, da haben Sie sich ja eine schöne Story "zusammengeschwurbelt"! Klimaschutz als Vorwand für Immigration, alles klar! Da haben wir es wieder: Der Flüchtling ist an allem Schuld. Früher war es der Jude. Hauptsache man hat einen Grund für seine eigene Unzufriedenheit, der nicht bei einem selbst liegt.

emlo vor 27 Wochen

Richtig, richtig teuer wird es wenn wir uns nicht aus der Abhängigkeit von Importen fossiler Brennstoffe befreien und wenn wir den Klimawandel nicht wenigstens etwas bremsen. Die Milliarden für den Wiederaufbau in den Flutgebieten in der Eifel fallen nämlich nicht vom Himmel, sondern werden von unser aller Steuern bezahlt. Und wenn wir zukünftig alle paar Jahre woanders solche Naturkatastrophen haben wird es ganz schnell unbezahlbar! Die teuerste Variante ist es nämlich, nichts zu tun!

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