Verkehrsverbund Mittelthüringen Bus- und Bahnfahren in Thüringen wieder teurer

Bus- und Bahnfahren ist in Thüringen wieder teurer geworden. Am Sonntag sind die Fahrpreise im Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) im Schnitt um knapp zwei Prozent gestiegen. Anfang Juni hatten die zuständigen Behörden den neuen Tarifen zugestimmt.

Netz des Verkehrsverbunds Mittelthüringen auf einem Bus
Bereits gekaufte Tickets kann man noch bis November benutzen. Bildrechte: MDR/Andreas Dreißel

Vor allem für Kinderfahrscheine müssen Eltern tiefer in die Tasche greifen. Ein Ticket in Erfurt, Weimar, Jena und Gera kostet jetzt 1,70 - und damit zehn Cent mehr als bisher. Auch außerhalb von Städten sind die Preise für Einzelfahrten im sogenannten CityRegio- und Regiotarif gestiegen. Zudem wurde das Abo teurer. So kostet ein Ticket in der "Abo Plus"-Kategorie jetzt 57,10 Euro statt 55,80 Euro. Keine Erhöhung gab es bei vielen Tageskarten und Gruppentageskarten.

Der VMT begründet die neuen Preise mit steigenden Kosten für den Betrieb von Bussen und Bahnen sowie höheren Personalkosten. Aber auch geringere Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf und der Verlust vieler Stammkunden während des monatelangen Lockdowns dürften eine Rolle spielen.

Tickets behalten Gültigkeit

Generell bleiben nicht entwertete Fahrausweise noch bis zum 1. November 2021 gültig. Ab diesem Zeitpunkt können die Tickets weitere drei Monate in den neuen Tarif umgetauscht werden. Im VMT sind 15 Verkehrsunternehmen zwischen Gera und Gotha zusammengeschlossen.

Quelle: MDR Thüringen/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 01. August 2021 | 08:00 Uhr

11 Kommentare

Matthi vor 7 Wochen

Ja die Preise steigen alle paar Jahre, letztes Jahr hab ich in Erfurt für eine Erwachsenen vierer Karte 7,20€ bezahlt und seit diesem Jahr bezahle ich 7,80€, bei solchen Preisen fahre ich lieber mit dem Auto, kostet ähnlich aber ich habs Komfortabel und ich muss mich nicht mit manchen unangenehmen Zeitgenossen abgeben bzw. Ertragen.

part vor 7 Wochen

Wer sich seine Gehaltssteigerungen seit der Einführung des Euro betrachtet im Vergleich zu den Kosten für Miete, Infrastruktur und Mobilität in D- Mark, wird sich nur noch an den Kopf fassen bei einer Inflationsrate, die so nicht in den Statistiken auftaucht. Für ausgedünnte Fahrpläne, keine Anschlussverbindungen und Wegfall von Haltestellen seit 1990 soll der Bürger immer mehr berappen, während sich der Staat immer weiter zurückzieht aus seine Bereitstellung und Finanzierung der Daseinsvorsorge zugunsten von privaten Betreibern. Wenn selbst Busse nicht mehr an Bahnhöfen halten, dann sollte man bitteschön nicht auch noch von einem Verkehrsverbund sprechen.

Wagner vor 7 Wochen

Nicht nur in Thüringen ist das so . Erst wird von einer Stärkung des ÖPNV gesprochen —dann wird das Gegenteil praktiziert. Wenn man wie in Leipzig ab heute für ein paar Haltestellen 3 Euro bezahlt ,dann fragt man sich . Ist das vernünftige Politik —Klimapolitik gar ? — natürlich nicht.

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