Früheres Kurhotel Dach am "Fürstenhof" eingestürzt - Staubwolke in Eisenach

Über die Osterfeiertage ist das Dach eines Gebäudeteils des ehemaligen Kurhotels "Fürstenhof" in Eisenach eingebrochen. Seit 2014 wird um den Teilerhalt oder den Komplettabriss des Gebäudes gestritten.

Hotel Fürstenhof in Eisenach
Das 1902 eröffnete "Kurhaus Hotel Fürstenhof" steht seit Jahrzehnten leer. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Am alten Hotel "Fürstenhof" in Eisenach ist über Ostern das Dach eines Gebäudeteils eingebrochen. Anwohner hatten am Karfreitag laut Polizei eine große Staubwolke bemerkt. Das 1902 eröffnete "Kurhaus Hotel Fürstenhof" in der ehemaligen Bornemannschen Villa steht seit Jahrzehnten leer und ist nur noch eine Bauruine.

Das Areal ist abgesperrt. Es mussten daher laut Polizei nach dem Einsturz des Daches am Karfreitag keine weiteren Absperrungen erfolgen.

Erbitterter Streit zwischen Stadt und Eigentümer

Zwischen dem Eigentümer und der Stadt wird ein erbitterter Streit um Teilerhalt oder Komplettabriss geführt, der seit Jahren die Gerichte beschäftigt. Der Investor hatte das frühere Hotel im Jahr 2006 bei einer Zwangsversteigerung erworben. Er will auf dem Gelände mehrere Stadtvillen bauen und hatte bereits 2014 den Abriss beantragt. Das hatte die Stadt zunächst abgelehnt. Daraufhin kam es zum Rechtsstreit.

Rechtsstreit seit acht Jahren

Das Verwaltungsgericht Meiningen entschied im August 2021, dass die beiden verbliebenen Gebäudeteile abgerissen werden dürfen. Die Stadt Eisenach hatte im Anschluss angekündigt, den Totalabriss des früheren Hotels Fürstenhof weiter verhindern zu wollen.

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In ihrem Tagebuch schrieb eine Eisenacherin, wie sie die letzten Kriegstage ihrer Stadt erlebte. Der Stadtarchivar weiß, warum die Kapitulation der Stadt das Richtige war.

Mo 06.04.2015 19:00Uhr 02:43 min

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 19. April 2022 | 13:30 Uhr

2 Kommentare

MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 10 Wochen

" Heißer Abriss ??? " --- Sie wollen allen Ernstes dieses Ding " kontrolliert abbrennen " lassen und dann die Versicherungsprämie auch noch aufteilen zwischen den Beteiligten ???

Nun gut, " Baufortschritt erzwingen " kann vieles meinen...



Jedenfalls wird es aller höchste Zeit, dass sich hier was tut und der Freistaat Thüringen der Stadt Eisenach massivst unter die Arme greift --- in Reinhardsbrunn und im Altenstein ging's doch ( mit Bodos Nach-
Hilfe ) auch....?!

Oder sollte dieses " hübsche Anwesen " an die Kirche verscherbelt
werden, damit diese ein christliches 5-Sterne-Tagungsheim daraus
macht ?!

Warum gibt's eigentlich noch immer kein Betriebssanatorium
für die Eisenacher oder die Rüsselsheimer oder die chinesischen
Autobauer an dieser Stelle ....?!

kleinerfrontkaempfer vor 10 Wochen

Dann bleibt nur noch eins: Heißer Abriß!
Immer wieder ein probates und gar nicht seltenes Mittel um Baufortschritt zu erzwingen.

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