Evangelische Kirche Neubau am Landeskirchenarchiv in Eisenach eingeweiht

Etwa vier Millionen Euro hat der Erweiterungsbau für das Magazin des Landeskirchenarchivs in Eisenach gekostet. In dem Gebäude sollen vor allem Akten aufbewahrt werden. Am Dienstag wurde der Bau eingeweiht.

Der Erweiterungsbau für das Magazin des Landeskirchenarchivs in Eisenach
Der Erweiterungsbau für das Magazin des Landeskirchenarchivs in Eisenach. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Mit einem Gottesdienst ist am Dienstagmittag in Eisenach ein Magazin-Anbau des Landeskirchenarchivs eingeweiht geworden. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland hat rund vier Millionen Euro in das Gebäude investiert. Durch den Kubus mit sechs Geschossen erweitert sich die Archivfläche um 14 auf jetzt 30 Regal-Kilometer.

Der Platzbedarf war stark gewachsen, weil in den vergangenen Jahren Gemeinden fusionierten und Pfarrämter geschlossen wurden und damit zusätzliche Archivbestände aufzubewahren waren. Die Kapazität des 2014 eröffneten Archivgebäudes war schneller ausgeschöpft als gedacht.

Gebäude steht auf früherem Kasernengelände

Landesbischof Friedrich Kramer eröffnete den Anbau. Er sagte, das Magazin bewahre ein großartiges Vermächtnis der Kirche. Archivleiterin Christina Neuß hob die Bedeutung der Archivalien hervor. Die EKM zeige, dass die Zeugnisse der Vergangenheit Zukunft haben sollten. Die ältesten Bestände sind fast 1.000 Jahre alt. Neben kirchlichen Archiven werden auch Sammlungen, Tonträger und Filme, Karten, Zeichnungen und persönliche Bestände aufbewahrt.

Der neue Erweiterungsbau kommt wie das Hauptgebäude mit wenig Energie aus. Es gibt kaum Fenster, die Fassade ist gedämmt. Durch einen unterirdischen Gang ist er mit dem Hauptgebäude verbunden. Zwischen beiden Gebäuden entstand ein Lesehof mit Bäumen und Sitzstufen. Das Landeskirchenarchiv der EKM befindet sich auf einem früheren Kasernengelände.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 04. Mai 2021 | 13:30 Uhr

1 Kommentar

Thorsten Pfeiffer vor 1 Wochen

4 Millionen kann die Kirche für die Besitzstandswahrung Ihrer Devotionalien ausgeben und weitet Ihre Betriebstätigkeit nicht digital 4.0 sondern analog aus? Gerade in Eisenach wo kein Bischoff mehr sitzt, es zementiert im wahrsten Sinne des Wortes Macht, schön ist anders. Eine Beteiligung von Steuergeldern, Landesfördermitteln schließe ich mal nicht aus, das sind ja heute EU-Projekte. Es gibt so viele diakonische Einrichtungen hier, die unterfinanziert sind. Die Stadt steht unter Haushaltsrecht. Aber es fand sich sicher nichts räumlich passendes für einen der größten Arbeitgeber Thüringens.

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