Autokorso Opelaner demonstrieren in Eisenach für sichere Arbeitsplätze

Bei einer Kundgebung am Eisenacher Opelwerk am Dienstag haben IG Metall und der Betriebsrat gegen einen möglichen Stellenabbau protestiert. Außerdem forderten sie weitere Investitionen in das Werk und das vollständige Aufstocken der zweiten Schicht.

Warnwesten auf Leine
250 Westen und T-Shirts: So viele Mitarbeiter fehlen nach Ansicht der IG Metall derzeit im Werk in der zweiten Schicht. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Sowohl in Eisenach als auch am Stammsitz in Rüsselsheim haben rund 200 Opelaner am Dienstag gegen weiteren Personalmangel demonstriert. 250 weitere Leute bräuchte Opel in Eisenach aus Sicht der Gewerkschaft, um die zweite Schicht aufzufüllen und vernünftig produzieren zu können. Doch würden keine neuen Mitarbeiter eingestellt. Sie verlangten von der Konzernleitung PSA die Einhaltung gemachter Zusagen in Investition und Personal.

Lösche bei Demo Opel 24.11.2020
Betriebsratschef Bernd Lösche forderte Investitionen in das Eisenacher Werk. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Unterstützung erhielten die Opelaner aus der Politik: Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) erneuerte seine Forderung, das Eisenacher Werk müsse ein zweites Modell bekommen, um gut ausgelastet zu sein. Oberbürgermeisterin Katja Wolf nannte als Ziel die Rückkehr zum Drei-Schicht-Betrieb. Nach der Kundgebung gab es einen Autokorso.

Bodo Ramelow bei Demo Opel 24.11.2020
Bodo Ramelow forderte erneut ein zweites Modell für das Thüringer Werk. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Opel kündigte auf Anfrage von MDR THÜRINGEN an, die zweite Schicht voll auszulasten, sobald die Situation es zulasse. Außerdem soll im Januar das Hybrid-Modell Grandland X wieder in Eisenach gebaut werden. Die Produktion war zwischenzeitlich nach Frankreich verlagert worden, weil Mitarbeiter für eine zweite Schicht fehlten.

Demo Opel 24.11.2020
Gut 50 Fahrzeuge beteiligten sich am Autokorso. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa/dvs

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Das Fazit vom Tag | 24. November 2020 | 18:40 Uhr

4 Kommentare

Velo vor 48 Wochen

Oh, die Jung's vom VEB Opel Eisenach machen wieder auf ihre schlechte Lage aufmerksam. Über das hohe Kurzarbeitergeld von über 90 Prozent beschweren sie aber nicht. Auch nicht über die hohe Zahl an Kurzarbeitstagen. Was soll man dazu sagen?

wolle010 vor 48 Wochen

Atheist, vollkommen richtig. Aber nicht nur dort, denn Rot und Schwarz arbeiten genauso dran, dass die deutsche Autoindustrie gegen die Wand gefahren wird.
Und es wird schlimmer, nicht mehr besser

Karl Schmidt vor 48 Wochen

@Atheist???
Was können die Grünen für den Personalmangel bei Opel???
Haben Sie überhaupt den Text gelesen und verstanden, oder einfach "quergedacht"?

Mehr aus der Region Eisenach - Gotha - Bad Salzungen

Mehr aus Thüringen