Volksfest 20.000 Schaulustige bei Sommergewinn in Eisenach

Zehntausende haben in Eisenach das Frühlingsfest Sommergewinn gefeiert. Ein bunter Festzug mit rund 900 Mitwirkenden zog am Nachmittag durch die Stadt. Höhepunkt war das traditionelle Streitgespräch zwischen Frau Sunna und dem Winter.

"Frau Sunna" freut sich über das gewonnene Streitgespräch mit "Herrn Winter".
Frau Sunna gewann natürlich den Streit mit dem Winter. Bildrechte: dpa

Der Eisenacher Sommergewinn ist nach zwei Jahren Corona-Zwangspause wieder mit einem Festumzug gefeiert worden. Bei dem größten und überregional bekannten Thüringer Frühlingsfest zogen am Samstag rund 900 Umzugsteilnehmer in 41 Laufgruppen und auf 28 geschmückten Festwagen durch die Stadt.

Der Winter hatte dabei keine Chance: den ganzen Tag über bestes Sonnenwetter, die Menschen flanierten seit dem Vormittag durch Eisenach. Sie erlebten einen etwas kleineren Umzug als sonst, denn Corona hatte für einige Ausfälle gesorgt. Die Polizei sprach von schätzungsweise 20.000 Menschen, die sich trotzdem über die Stadt verteilten und den Umzug beobachteten.

"Gut Ei und Kikeriki"

Auf der Straße wurde getanzt und geturnt, immer wieder ertönte der traditionelle Ruf "Gut Ei und Kikeriki". Die Sommergewinnszunft setzte im Umzug aber auch Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine – mit vielen Papierblüten in den Nationalfarben gelb und blau und einer Spendenaktion.

Bunt geschmückte Wagen fahren beim Festumzug des Eisenacher Sommergewinns.
Fast 30 geschmückte Festwagen zogen am Samstag durch die Stadt. Bildrechte: dpa

Auf dem Markt trugen Frau Sunna und der Winter ihren traditionellen Streit aus. 4.000 Zuschauer jubelten, als eine Strohpuppe als Winter-Symbol in Flammen aufging. Als Abschluss des Festwochenendes findet am Sonntagabend das Feuerrad-Rollen der Sommergewinns-Germanen statt – der Rummel auf dem Festplatz bleibt noch bis zum nächsten Wochenende geöffnet.

Fest der Hoffnung mit Tradition

Der Eisenacher Sommergewinn, der drei Wochen vor Ostern gefeiert wird, ist eines der ältesten und größten Frühlingsfeste in Deutschland und gehört zum immateriellen Unesco-Welterbe. In diesem Jahr stand er im Zeichen des in Eisenach geborenen Komponisten und Organisten Johann Sebastian Bach.

MDR/dpa (ghh)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 26. März 2022 | 18:00 Uhr

7 Kommentare

Lyn vor 13 Wochen

Und auf Station sind die Leute hauptsächlich wegen anderen gesundheitlichen Problemen.
Und dann wird getestet, und plötzlich hat man Corona.
Und dann zählt nur noch Corona und nichts anderes mehr. Jedenfalls für die Statistik.

Fakt vor 13 Wochen

@Lyn:
>>"Die meisten werden gar nicht mehr krank"<<
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Deshalb liest man aktuell bei MDR-Sachsen auch:
"Andererseits steige die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Patienten deutlich - binnen einer Woche von 114 auf 142 auf Normalstationen. In den kommenden zwei bis drei Wochen sei mit weiter steigenden Zahlen zu rechnen".

Lyn vor 13 Wochen

Die Zahlen sagen nur etwas über die Anzahl an Infektionen, nichts über die Anzahl an Kranken.
Die meisten werden gar nicht mehr krank.
In meinem weitläufigen Bekanntenkreis sind ein ganzer Schwung Leute weil positiv in Quarantäne.
Ist jetzt wie Urlaub, nur dass man nicht auf die Straße darf, Garten geht aber.


Omikron, beide Varianten, sind nicht mehr Delta.

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