Wahlkampfauftakt in Eisenach Thüringer CDU startet Wahlkampf: Laschet ruft zum Zusammenhalt auf

Beim Wahlkampfauftakt der Thüringer CDU in Eisenach rief Unions-Spitzenkandidat Armin Laschet die Deutschen zum Zusammenhalten auf. Die Regierung müsse nun Gesellschaft und Wirtschaft wieder auf die Beine bekommen.

Kanzlerkandidat Armin Laschet und der Spitzenkandidat der Thüringer CDU, Christian Hirte, auf einer Wahlveranstaltung in Eisenach.
Kanzlerkandidat Armin Laschet und der Spitzenkandidat der Thüringer CDU, Christian Hirte, beim Wahlkampfauftakt in Eisenach. Bildrechte: MDR/ Ulrich Sondermann-Becker

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat die Deutschen zum Zusammenhalten aufgerufen. Laschet sagte beim CDU-Auftakt für die Bundestagswahl am Freitag in Eisenach, die Bewältigung der Corona-Krise und der gesellschaftlichen Modernisierung gehe nur gemeinsam. Jetzt müsse die Bundesregierung alles tun, damit Gesellschaft und Wirtschaft wieder auf die Beine kämen. Steuererhöhungen seien zum jetzigen Zeitpunkt Gift für die einsetzende Erholung. Laschet absolvierte am Freitag auch Wahlkampfauftritte in Apolda und in Erfurt.

Laschet erinnert an Landtagswahl 2017

In Apolda rief er die Union zu einer engagierten Schlussphase des Bundestagswahlkampfs auf. "Lasst uns mit unserer Überzeugungskraft jetzt die nächsten Tage rausgehen, damit wir auch die Bundestagswahl gewinnen", sagte Laschet.

Er erinnerte an die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017, als er mit der CDU in den Umfragen auch hinter der favorisierten SPD gelegen habe und die Christdemokraten die Wahl schließlich doch gewonnen hätten. Die Union liegt nach aktuellen Umfragen inzwischen deutlich hinter der SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz.

Laschet fordert Distanzierung zur Linken

Seinem SPD-Konkurrenten im Kampf ums Kanzleramt warf Laschet erneut vor, sich nicht klar von einer nach den Umfragen möglichen Koalition mit Linke und Grünen distanziert zu haben. "Lieber Olaf Scholz, so schwer ist das nicht", rief Laschet vor laut Polizeiangaben gut 200 Menschen auf dem Apoldaer Marktplatz. "Machen Sie es nicht mit der Linken, nicht mit der AfD, dann können Demokraten zusammen reden." Scholz dürfe sich kein Hintertürchen offen halten, um am Ende die Linke in die Regierung zu bringen.

Laschet trat in Apolda gemeinsam mit dem früheren CDU-Landes- und Landtagsfraktionschef Mike Mohring auf.

Proteste gegen Corona-Maßnahmen

Während Laschet in Erfurt über das Thema Strukturwandel redete, schrien unter anderem Gegner der Corona-Maßnahmen dazwischen. Es gab auch laute Pfiffe und Buhrufe, aber auch lauten Applaus für Laschets Reaktionen darauf und seine Klarstellung, dass die Union nicht mit der AfD zusammenarbeiten werde.

Ein Zuschauer betrat überraschend die Bühne und stand plötzlich neben dem Unionskanzlerkandidaten. Der Mann beklagte sich über die Corona-Maßnahmen der Thüringer Landesregierung in den Schulen, die in den ersten zwei Wochen ein Bußgeld für Eltern vorsehen, deren Kinder sich weder impfen, noch testen lassen und auch nicht als genesen gelten.

Immer wieder versuchte Laschet, die Menschen zu beruhigen und ließ noch eine weitere Frage eines Landwirts zu. "Erfurt ist eine diskussionsfreudige Stadt", sagte Laschet am Ende seines Auftritts.

Gespräche mit Spitzenpolitikern

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Nachrichten | 03. September 2021 | 22:00 Uhr

13 Kommentare

Stefan Der vor 7 Wochen

@Britta.Weber: Dann soll doch die CDU und auch Sie mal Inhalte sprechen lassen und keine holen Phrasen. „Klartext“ auf ein Wahlplakat mit Mike Mohring zu drucken ist doch der blanke Hohn. Das sollte auch dem geneigtem CDU-Wähler auffallen. Ihr Kommentar lässt auch vermuten, dass Sie Deutschland am Abgrund sehen. Demnach hat die jetzige Regierung, in Ihren Augen, eine schlechte Politik gemacht. Weshalb wollen Sie diese dann wieder an die Regierung bringen? Oder sind Sie eine Anhängerin von BlauBraun. Dann können Sie einen Wechsel in dieser Richtung vergessen. Mit Denen will keiner spielen. Das wird sich auch nicht ändern. Stimmen für die AFD sind sinnlos geworden.

Britta.Weber vor 7 Wochen

@Stefan, wie gut RRG funktionieren wird, sieht man an Berlin- man könnte da auch von einem Failed State sprechen. Ich denke, RRG nach der Merkeläre würde unserem Land den Rest geben (Verschuldung, Massenmigration, Deindustralisierung, EU-Schuldenunion).
Frau Baerbock ist weitgehend demontiert- die Kaiser(in) ist nackt, jeder kann es sehen.

DER Beobachter vor 7 Wochen

Zwar ist bei Laschet auch ein bekannter mitteldeutscher Quarkdenker aufgelaufen, aber immerhin erblieb ihm die ewig gleiche primitive Pöbelei der ewig gleichen in Sachsen herumreisenden sich fürs Volk haltenden Minderheit erspart, die unser Kretschmer zeitgleich in Liebertwolkwitz erlebte...

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