Wirtschaft Waltershausen: Autozulieferer Continental plant Stellenabbau

Der Autozulieferer Continental hat angekündigt, am Standort Waltershausen Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Rund 190 Stellen sollen gestrichen werden. Grund sei der Umbau der Produktion in Richtung Elektro-Mobilität. Ein weiterer Standort in Mühlhausen soll Ende 2022 geschlossen werden.

Eine Absperrung steht an der Baustelle der neuen Konzernzentrale vor einem Logo von Continental, das auf eine Abgrenzung der Baustelle gedruckt ist.
Am Standort Waltershausen will der Autozulieferer Continental in den nächsten drei Jahren rund 190 Stellen abbauen. Bildrechte: dpa

Der Autozulieferer Continental will in seinem Werk in Waltershausen im Landkreis Gotha in den nächsten drei Jahren bis zu 190 Stellen abbauen. Das entspricht etwa jedem fünften Arbeitsplatz am Standort. Als Grund für den Schritt gab der Konzern einen Umbau der Produktion mit Blick auf die Elektro-Mobilität an.

So sollen im Werk in Waltershauen künftig keine Klimaschläuche mehr hergestellt werden. Bei Gummischläuchen für Benzin- und Dieselautos gebe es eine Überkapazität, teilte Continental mit. Für die betroffenen Mitarbeiter will das Unternehmen versuchen, zusammen mit dem Betriebsrat andere Arbeitsplätze inner- oder außerhalb des Konzerns zu finden.

Standort Mühlhausen schließt Ende 2022

Bereits 2020 kündigte der Autozulieferer an, seinen Standort in Mühlhausen im Unstrut-Hainich-Kreis bis Ende 2022 zu schließen. Daraufhin protestierten Mitarbeiter, aber auch Landespolitiker. 150 Beschäftigte sind von dem Stellenabbau dort betroffen. Neben den Continental-Standorten Waltershausen und Mühlhausen gibt es weitere Thüringer Standorte in Hörselberg-Hainich und in Bad Blankenburg.

Mehrere Menschen demonstrieren auf einem Innenhof.
Die Belegschaft hatte gegen die Schließung des Werks gestreikt. Bildrechte: Alexander Reißland

MDR (cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 25. Juni 2022 | 15:00 Uhr

2 Kommentare

Ralf G vor 6 Wochen

In der Automobilindustrie haben wir eine planwirtschaftsähnliche Politik in Richtung E-Auto. Technologieoffenheit findet ihre Grenzen durch Verbote (Kernenergie) und Regelungen (Verbrenner Ausstieg). Dabei ist Deutschlands Wirtschaft und Wohlstand von Technologieoffenheit abhängig.
Das viel größere Problem für die Zukunft der Arbeitnehmer stellt aber die vermurkste Energiewende dar. Hier wird die Abwanderung von Arbeitsplätzen erst noch kommen. Der Krieg wirkt dabei als Beschleuniger.

kleinerfrontkaempfer vor 6 Wochen

Die ersten "Mitarbeiter" die gehen sind die Leiharbeiter.

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