Landkreis Gotha Wasserschaden nach Unwetter im Ahorn-Berghotel Friedrichroda

Sintflutartiger Regen hat am Freitag in Thüringens größtem Hotel einen Wasserschaden verursacht. Doch die Wiederöffnung nach den Corona-Beschränkungen am 11. Juni ist nach Angaben des Hotelbetreibers nicht gefährdet.

Das Ahorn-Hotel in Friedrichroda
Das Ahorn-Berghotel in Friedrichroda Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Von außen wirkt noch immer alles verlassen. Doch im Ahorn-Berghotel in Friedrichroda im Landkreis Gotha wird schon seit Tagen gearbeitet. Für die Wiederöffnung nach sieben Monaten Corona-bedingter Schließung muss noch Einiges vorbereitet werden. Alles soll perfekt sein. Die Mitarbeiter freuen sich darauf, wieder Gäste begrüßen zu dürfen.

Sintflutartiger Regen war zuviel für ein Wasserrohr

Das Haus hat 450 Zimmer. 60 Prozent davon dürfen laut Coronaverordnung des Landes belegt werden. Die Restaurants im Haus und der Außenbereich sind startklar. Die Ziegen warten im Streichelzoo auf kleine Gäste. Auch im Panorama-Restaurant auf exakt 600 Metern über dem Meeresspiegel kann wieder eingedeckt werden. Der Blick von dort ist atemberaubend schön.

Doch der Blick in den Himmel nahm den Menschen in Friedrichroda und auch den Mitarbeitern des Hotels am Freitag den Atem. Sintflutartiger Regen ergoss sich über den Ort. Es war zu viel für ein Abwasserrohr im Berghotel. Von Freitag bis Sonntag fielen nach Angaben der Stadt 100 Liter Regen pro Quadratmeter.

Der starke Regen hat zu einem schweren Wassereinbruch am Ahorn-Berghotel in Friedrichroda geführt. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN zerbrach ein innenliegendes Abwasserrohr im Hauptgebäude in der zehnten Etage. Das Wasser donnerte regelrecht durch die Decke.

Wie Hotelinhaber Michael Bob sagte, sind Teile der Decken in der neunten und zehnten Etage im Bereich der Fahrstühle betroffen. Die Betondecken seien intakt, sagte Bock. In den kommenden Tagen müssen lediglich die beiden abgehangenen Zwischendecken ausgetauscht werden.

Eröffnung am 11. Juni wie geplant

Der Schaden belaufe sich auf einen niedrigen fünfstelligen Betrag. Das Hotel sei gegen derartige Schäden versichert, so Bob. Da die Bereiche vor den Fahrstühlen repariert werden müssen, können die Fahrstühle nicht genutzt werden. 50 Zimmer sind dadurch nicht erreichbar und bleiben leer.

Das ist nach Angaben von Hotelbesitzer Michael Bob aber kein Problem. Eine 100-prozentige Belegung ist derzeit ohnehin nicht erlaubt. Niemandem, der gebucht hat, müsse abgesagt werden. Das Berghotel in Friedrichroda werde wie geplant ab 11. Juni wieder Gäste empfangen, sagte Bob dem MDR.

Das freut auch Friedrichrodas Bürgermeister Thomas Klöppel. Es werde Zeit, dass es wieder losgeht mit dem Tourismus. Das über dem Kurort Friedrichroda gelegene ehemalige FDGB-Haus verfügt über etwa 1.000 Betten und ist das größte Hotel Thüringens. Friedrichroda sei der stärkste Übernachtungs-Kurort in ganz Thüringen, so Klöppel. Der Ort habe im Jahr circa 420.000 Übernachtungen bei 140.000 Gästen.

Wichtiger Wirtschaftsfaktor für Friedrichroda

Das Berghotel trägt laut Klöppel daran einen wesentlichen Anteil. Gut die Hälfte der Übernachtungszahlen schlagen dort zu Buche. Damit ist das Berghotel auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für den Ort. Handel und Gastronomie profitieren davon. Dass das Unwetter die Wiedereröffnung am Freitag nicht weggespült hat, darüber ist der Bürgermeister froh.

Für das kommende Wochenende wünscht er sich gutes Wetter, damit auch die Außengastronomie im Ort rege genutzt wird. Deren Wiederöffnung war am letzten Wochenende wegen des Unwetters nämlich buchstäblich ins Wasser gefallen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten regional | 07. Juni 2021 | 20:00 Uhr

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