Nach zehn Jahren Hauptbahnhof Gotha gehört jetzt der Stadt - und wird umgebaut

Nach zehn Jahren in Privatbesitz ist der Hauptbahnhof in Gotha Eigentum der Stadt. Der Vorbesitzer hatte das Gebäude verfallen lassen. Nun soll der Bahnhof nach einem gemeinsamen Konzept von Stadt, Bürgern und Deutscher Bahn saniert werden.

Bahnhof Gotha
Der Hauptbahnhof in Gotha gehört nach zehn Jahren wieder der Stadt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Hauptbahnhof in Gotha ist nun Eigentum der Stadt. Das sagte der Gothaer Oberbürgermeister Knut Kreuch am Mittwoch bei einer Stadtratssitzung. Der Hauptbahnhof in Gotha solle nun umfassend saniert und umgebaut werden.

Umbau soll drei Jahre dauern

Die Stadt will gemeinsam mit den Bürgern und der Deutschen Bahn ein Konzept für den Umbau erarbeiten. Die Arbeiten werden nach Einschätzung Kreuchs mindestens drei Jahre in Anspruch nehmen. Mit ersten Sicherungsarbeiten werde bereits in Kürze begonnen.

Bahnhof Gotha
Alles andere als einladend: die Bahnhofshalle. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das etwa 6.000 Quadratmeter große Gelände war bislang in Privatbesitz. Die Bahnhofshalle war zunehmend verfallen, was bei vielen Gothaern und Reisenden für Unmut gesorgt hatte.

Bahnhof Gotha
Barrierefreie Treppen sucht man vergeblich. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR THÜRINGEN/the

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 29. April 2021 | 10:00 Uhr

11 Kommentare

Thuringia vor 30 Wochen

ENDLICH kommt Bewegung in die Sache Bahnhof Gotha! Es wurde höchste Zeit, der Bahnhof ist nur noch ein Schandfleck und zum schämen. 1967 habe ich als Lehrling auf dem Bahnhof angefangen und bis 1988 dort gearbeitet ehe ich nach Erfurt zog und dort auf dem Hauptbahnhof arbeitete. Zu Reichsbahnzeiten arbeiteten in Gotha sehr viele Eisenbahner. Heute? Kein einziger mehr! Die Bahnhöfe unterstehen Station und Service und werden überwiegend von Erfurt aus geleitet (verwaltet!). In Thüringen ist das einzige Aushängeschild der Erfurter Hauptbahnhof. Die Privatisierung und Zerschlagung der Bahn war und ist kein Segen, davor haben alte Praktiker der Bahn gewarnt. Aber... es zählt eben nur der Provit!

jonaes vor 30 Wochen

In Oberursel bei Frankfurt am Main. Aber auch hier war es erst so wie in Gotha, das Gebüde verfiel und innen hatte es den Charme einer öffentlichen Toilette (ich muss allderdings sagen, damals war ich 8, die Erinnerung ist also eher neblig). Bis 2011 wurde das ganze dann renoviert, 2011 war nämlich Hessentag in Oberursel, sowas ist ja immer zuträglich.
Ich bin mir gar nicht sicher, ob das Gebäude jetzt der Stadt gehört, ich glaube aber schon.

helmut57 vor 30 Wochen

Jetzt das große weinen 😭. Wie kann es sein, daß der Bahnhof überhaupt an eine Privatperson verschachert wird. Die Stadt Gotha hatte wohl keinen Bock gehabt. Ein Bahnhof gehört zum Stadtbild dazu.
Nun hat man das Dilemma.
Was wäre, wenn ein rechter (?) den erworbenen hätte. Wie es einem passt wird agiert. Es ist zum Schreien.
Und dann noch diese Schmierereien, welche zum Volkssport geworden ist.
Einfach nur noch wundern!

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