Posse um Fahrzeug beendet Kaltennordheim rückt Feuerwehr-Drehleiter des Wartburgkreises heraus

Die Posse um den Standort einer Drehleiter zwischen dem Wartburgkreis und der Stadt Kaltennordheim hat ein Ende. Der Bürgermeister von Kaltennordheim hatte sich geweigert das Fahrzeug herauszugeben, obwohl seine Gemeinde dem Wartburgkreis, der das Geräte angeschafft hatte, nicht mehr angehört. Am Donnerstag wurde die Drehleiter übergeben.

Ein Feuerwehrfahrzeug mit Drehleiter.
Das Feuerwehrfahrzeug ging zurück an den Wartburgkreis, der es angeschafft hatte. Bildrechte: Wartburgkreis/Christine Richter

Der Streit um eine Feuerwehrdrehleiter zwischen dem Wartburgkreis und der Stadt Kaltennordheim ist beigelegt. Die Stadt hat das Spezialfahrzeug am Donnerstag übergeben, wie beide Seiten übereinstimmend mitteilten. Im Gegenzug hat der Wartburgkreis seine Klage auf Herausgabe zurückgezogen. Die Stadt hatte die vom Landkreis beschaffte Drehleiter behalten, nachdem sie vor zweieinhalb Jahren in den Nachbarlandkreis Schmalkalden-Meiningen gewechselt war. Der Wartburgkreis wollte das Fahrzeug jedoch bei der neuen Stützpunktfeuerwehr in Dermbach stationieren.

Landrat: Bürgermeister hat Starrsinnigkeit aufgegeben

Der Streit dürfe nicht auf dem Rücken der Feuerwehrleute ausgetragen werden, so der Kaltennordheimer Bürgermeister Erik Thürmer (CDU). Auch müsse wieder eine gute Zusammenarbeit in der Region angestrebt werden. Landrat Reinhard Krebs (CDU) sagte, er sei froh, dass der Bürgermeister seine - so wörtlich - "Starrsinnigkeit" aufgegeben habe. Jetzt könne die Drehleiter repariert und die Feuerwehr in Dermbach an dem Fahrzeug ausgebildet werden. Als Dankeschön für die langjährige Arbeit der Feuerwehren in Kaltennordheim und Dermbach will der Landrat die Kameraden zum gemeinsamen Bratwurstessen einladen.

Bürgermeister: Neuer Standort Dermbach nicht ideal

Der Kaltennordheimer Bürgermeister erwartet jetzt vom Landkreis Schmalkalden-Meiningen, dass der überörtliche Brandschutz in der Region verbessert wird. Vom Drehleiter-Standort Dermbach seien einige Ortsteile von Kaltennordheim und weitere Orte der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön nicht in der vorgeschriebenen Zeit von 20 Minuten erreichbar, so Thürmer. Die Drehleiter ist aktuell nicht voll einsatzfähig, weil der Korb beim Rangieren beschädigt wurde. Zwar kann die eigentliche Leiter ausgefahren und bestiegen werden. Ein Löschangriff von oben ist aber nicht möglich.

Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 17. Juni 2021 | 17:30 Uhr

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