Kali-Bergbau Umweltverband Bund klagt gegen Salzeinleitung in die Werra

Im Dezember wurde dem Kali-Unternehmen K+S eine Genehmigung erteilt, künftig weniger Lauge in die Werra einzuleiten als bisher. Der Umweltverband Bund hat nun gegen das Einleiten von Salzwasser in die Werra geklagt.

Ein Förderband für Steinsalz im Bergwerk Heringen
Der Bund klagt gegen das Einleiten von Salzwasser aus dem Kali-Bergbau in die Werra. Bildrechte: MDR/Andreas Metzmacher

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) Hessen klagt gegen das Einleiten von Salzwasser in die Werra. Der Umweltverband hält die neue Erlaubnis des Regierungspräsidiums Kassel für das Kali-Unternehmen K+S für einen Rechtsverstoß. Darin würden nicht einmal die Vorgaben eingehalten, die die Anrainer-Bundesländer im vergangenen Herbst vereinbart hatten.

Werra wird zu viel Salz zugemutet

Das geltende Wasserrecht verlange, dass die Flüsse in der EU bis Ende 2027 in einen guten ökologischen Zustand versetzt würden, so der Bund. Keinem anderen Fluss werde so viel Salz zugemutet wie Werra und Weser, sagte der hessische Landesvorsitzende Jörg Nitsch. Die Folge sei eine ökologische Katastrophe.

Das Regierungspräsidium Kassel hatte K+S im Dezember eine neue Genehmigung erteilt. Danach darf das Unternehmen künftig weniger Lauge in die Werra einleiten als bisher. Allerdings sinken die Grenzwerte langsamer als ursprünglich vorgesehen.

Der Bund Hessen klagt bereits gegen die Haldenerweiterungen in Hattorf und Wintershall direkt an Landesgrenze zu Thüringen. Außerdem versucht der Verband rechtlich durchzusetzen, dass Grundwasser und Werra saniert werden müssen.

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MDR (jn)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 25. Januar 2022 | 17:30 Uhr

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