Interview Eisenachs Oberbürgermeisterin Wolf trotzt Gerüchten um "kalte Werksschließung" bei Opel

Im Eisenacher Opel-Werk gibt es Gerüchte, dass mit der Kurzarbeit bis zum Jahresende die komplette Schließung des Werks eingeleitet werden soll. Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf widerspricht dem - und zeigt sich optimistisch.

Katja Wolf, Oberbürgermeisterin von Eisenach, im Interview
Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf im Interview mir MDR aktuell: Von allen Seite gebe es positive Signale. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) hält Befürchtungen wegen einer möglichen "kalten Werksschließung" von Opel in Eisenach für nicht angebracht. Im Interview mit MDR aktuell sagte Wolf, sie wisse, dass die Situation für die Autohersteller wegen der weltweiten Lieferengpässe schwierig sei. Sie erwarte, dass die Schließung des Opel-Werks in Eisenach tatsächlich nur übergangsmäßig sei und dass die Produktion danach schnellstmöglich wieder anlaufe.

Wolf sagte weiter, sie stehe in Kontakt mit der Werksleitung, dem Stellantis-Konzern und dem Betriebsrat. Von all diesen Seiten gebe es positive Signale. Sie vertraue darauf, dass alles getan werde, um das Werk in Eisenach fit für die Zukunft zu machen und auch auf das neue Opel-Modell vorzubereiten. Wolf zeigte sich überzeugt, dass der Wert des Standorts Eisenach mit "seinen hochmotivierten Mitarbeitern und der schlanken Produktion" im Konzern bekannt sei.

Der Eingang zur Automobil-Produktion im Opel-Werk Eisenach
Opel in Eisenach: Rund 1.400 Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt. Bildrechte: dpa

Kurzarbeit bei Opel in Eisenach bis Jahresende

Der Stellantis-Konzern hatte am vergangenen Donnerstag mitgeteilt, dass die Produktion am Opel-Standort Eisenach bis zum Jahresende ruhen werde. Alle rund 1.400 Mitarbeiter wurden auf Kurzarbeit gesetzt. Das Unternehmen begründete dies mit der Pandemie und dem weltweiten Mangel an Halbleitern.

Am Montag wurde am Eisenacher Opel-Werk eine Mahnwache abgehalten. Dazu hatte der neu gegründete Solidaritätskreis "Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz bei Opel Eisenach und den Zulieferern" aufgerufen. Demnach gebe es Indizien, dass das Eisenacher Opel-Werk nicht nur für drei Monate geschlossen werden soll, sondern eine kalte Werksschließung eingeleitet worden sei. So solle das komplette Lager leergeräumt werden, was nicht mal vor den Werksferien passiere.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR aktuell | 04. Oktober 2021 | 19:30 Uhr

37 Kommentare

Niemann vor 7 Wochen

Doch die Vergangenheit hat bewiesen das es der jetzt in Deutschland wieder favorisierte Sozialismus auch nicht besser kann. Schaut sie euch an die Warschauer Vertragsstaaten, die große Sowjetunion, Kuba, Venezuela, Nordkorea. Nur China hat die Kurve gekriegt, aber nicht mit Sozialismus sondern mit zentralisierten Neokapitalismus. Nicht der Kapitalismus ist schuld, sondern die eigene arrogante Dummheit und Inkompetenz. Und da hilft auch der Optimismus von Frau Wolf nicht, es sei denn sie kann einen 30-Tonner Tieflader voll mit Subventions-Geldern organisieren.

Niemann vor 7 Wochen

Die Hoffnung stirbt zuletzt, doch sie stirbt. Nachdem die staatliche Subventionsschlacht gelaufen ist erkennen Realisten das nichts gewonnen wurde. Politiker erkennen aber trotzdem Hoffnung und Zukunftschancen, vor allem für die gefeuert (in staatlich subventionierte Kurzarbeit geschickte) Belegschaft. Die Klimaindustrie wird alle retten und dauerhaft gesicherte Arbeitsplätze schaffen. Nur konnte keiner von denen, die das propagieren, bislang plausibel erklären wie das in Praxis funktionieren kann. Bauen dann alle Windräder und kaufen importierten Atomstrom, pflastern die Straßen mit Solar aus China und flitzen mit Lastenfahrrädern durchs Land? Ich bin ganz Ohr für alle die das mir erklären können.

Niemann vor 7 Wochen

Zukunftstechnoligie muß auch wirtschaftlich expandieren und nicht zum Selbstzweck Entartung. Die beste Atomkraftwerkstechnologie wir entwickelt und just eben schafft Deutschland die Atomkraftwerke ab und kauft Atomstrom. Das gleiche betreffs Kohlekraftwerke. Und für alle die dem Wandel zum Opfer fallen in zukunftssichere Jobs? Sie sind wirklich besonders naiv. Die sichersten Jobs bietet die Politik und die Funkhäuser des ÖrR, die Parlamente müssen also auf Millionen Sitze aufgestockt werden, in jedes Dorf ein Funkpalast.

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