500 Jahre Luther-Jubiläum auf Wartburg: Ausstellung wird ohne Besucher eröffnet

Am Dienstag wird zum 500-jährigen Jubiläum an die Ankunft des Reformators Martin Luther auf der Wartburg erinnert. Ministerpräsident Bodo Ramelow eröffnet eine Ausstellung - coronabedingt leider ohne Besucher. Der evangelische Landesbischof hält eine Andacht. Luther hatte im 16. Jahrhundert auf der Wartburg die Bibel ins Deutsche übersetzt. Damit schuf er die Grundlage für eine einheitliche deutsche Schriftsprache.

Blick in die Lutherstube auf der Wartburg
Die Lutherstube auf der Wartburg. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

In Eisenach soll am Dienstag an die Ankunft Martin Luthers auf der Wartburg vor 500 Jahren erinnert werden. Die Eröffnung der Sonderausstellung "Luther im Exil. Wartburgalltag 1521" auf der Burg soll das historische Ereignis würdigen. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) soll an der Eröffnung der Ausstellung am Dienstag teilnehmen. Vorher ist eine Andacht des evangelischen Landesbischofs Friedrich Kramer mit wenigen Begleitern im Burghof geplant.

Luther-Ausstellung zeigt mittelalterlichen Alltag

Für die Ausstellung wurde unter anderem der Reisewagen, den Luther nach dem Reichstag bestiegen hatte, originalgetreu nachgebaut, wie ein Sprecher der Wartburg-Stiftung sagte. Zeitgenössische Briefe und Schriftstücke dokumentieren, wie es Luther während seiner Zeit auf der Burg ging. Die Ausstellung zeigt zudem den Alltag auf der Wartburg im Mittelalter.

Nachbau eines mittelalterlichen Reisewagens auf der Wartburg
Der Nachbau eines mittelalterlichen Reisewagens auf der Wartburg. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Wartburg: Neue Ausstellung zur Bibel-Übersetzung 2022

Vorausgesetzt, die Wartburg kann bald wieder öffnen, können Besucher die Ausstellung bis zum 31. Oktober, dem Reformationstag, besichtigen. Die Wartburg-Stiftung feiert das Jubiläum von Luthers Aufenthalt in den Mauern der Burg zwei Jahre lang. 2022 ist eine Ausstellung geplant, die die Bibelübersetzung in den Mittelpunkt rücken soll.

Nachbau eines mittelalterlichen Reisewagens auf der Wartburg mit dem Hinweisschild auf die neue Ausstellung
Hinweisschild auf die neue Luther-Ausstellung an der Wartburg. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Luther auf der Wartburg: "Junker Jörg" im Exil

Am 4. Mai 1521 war Luther auf dem Rückweg vom Reichstag in Worms im Glasbachgrund bei Eisenach zum Schein entführt und auf die Wartburg in Sicherheit gebracht worden. Er lebte bis März 1522 unter dem Schutz des Kurfürsten Friedrich des Weisen auf der Wartburg und nutzte in dieser Zeit den Decknamen Junker Jörg. Von Ende 1521 an arbeitete Luther an der Übersetzung des Neuen Testaments aus dem griechischen Originaltext ins Deutsche. Er schuf damit die Voraussetzung für eine einheitliche deutsche Schriftsprache.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/ls, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 04. Mai 2021 | 05:00 Uhr

1 Kommentar

Goldloeckchen vor 1 Wochen

Was fällt mir bei Luther ein,
Hexenverfolgung und Judenhass!

🤮

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