Wartburgkreis Arbeitseinsatz gegen invasive Lupinen in Thüringen

In Empfertshausen im Wartburgkreis haben mehrere Helfer Stauden-Lupinen auf einer Bergwiese ausgestochen. Zu dem Arbeitseinsatz das Unesco-Biosphärenreservat aufgerufen. Lupine beschränkt den Artenreichtum der Wiesen.

Drei Männer auf einer Wiese
Stauden-Lupinen stammen ursprünglich aus Nordamerika. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Bei einem Arbeitseinsatz sind am Freitag bei Empfertshausen im Wartburgkreis Stauden-Lupinen auf einer Bergwiese ausgestochen worden. Zum ersten Pflegezonentag hatte das Unesco-Biosphärenreservat zu der Mitmachaktion aufgerufen. Mitarbeitende der Thüringer Verwaltungsstelle und vom Landschaftspflegeverband gruben gemeinsam mit freiwilligen Helfern die aus Nordamerika eingeschleppten Pflanzen mit ihren langen Wurzeln aus.

Aktion soll auf Schönheit des Lebensraums aufmerksam machen

Die Lupine verdrängt mit ihrem massenhaften Vorkommen heimische Arten und beschränkt den Artenreichtum der Wiesen. Da die invasive Pflanze mit ihren Wurzeln Stickstoff im Boden anreichert, verändert sie auch den Standort und nimmt den typischen Arten der mageren Böden der Rhön den Standort. Betroffen sind beispielsweise Trollblume, Teufelskralle und Arnika.

Mehrere Helfer stechen Stauden-Lupinen auf einer bergwiese aus
Mitarbeitende der Thüringer Verwaltungsstelle, vom Landschaftspflegeverband und freiwilligen Helfer gruben die Pflanzen mit ihren langen Wurzeln aus. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Der Pflegezonentag fand erstmals in der Rhön statt. Im Unesco Biosphärenreservat umgeben Pflegezonen die Kernzonen, um sie von äußeren Belastungen abzuschirmen. In diesem Jahre sollte der Aktionstag dazu genutzt werden, auf die Vielfalt und Schönheit des Lebensraums Wiese aufmerksam zu machen und zu zeigen, wie gefährlich invasive Arten wie die Lupine sind. Die Pflanzen können nur in aufwändiger Handarbeit beseitigt werden.

MDR (rub)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 01. Juli 2022 | 19:30 Uhr

2 Kommentare

AlexLeipzig vor 5 Wochen

Ich bin zwar auch kein großer Fan des Kapitalismus, aber ich würde ihn nun auch nicht für jede Mißfälligkeit verantwortlich machen. Manchmal waren es auch nur Kleingärten oder Grundstücksbesitzer, die die Pflanzen schön fanden und keine studierten Botaniker sind. Und ohne das interkontinentale Verschleppen von Pflanzen hätten wir nichtmal Kartoffeln.

Jedimeister Joda vor 5 Wochen

Was ist die Ursache? Warum wachsen solche Pflanzen hier? Die Globalisierung ist die Hauptursache. Und wer hat uns das eingebrockt? Ich denke es ist der Kapitalismus und seine unendliche Gier nach Macht und Geld. Joda

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