Ergebnisse Kreistagswahl im Wartburgkreis: CDU stärkste Kraft - geringe Wahlbeteiligung

Im Wartburgkreis und der bisher kreisfreien Stadt Eisenach ist am Sonntag der erste gemeinsame Kreistag nach der beschlossenen Fusion der beiden Kommunen gewählt worden. Dabei ging die CDU als stärkste Kraft hervor. Allerdings ging in der Region nicht einmal die Hälfte der Berechtigten zur Wahl.

Das Wappen vom Wartburgkreis als Steinrelief
Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag bei nur 45 Prozent. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Mit 45 Prozent lag die Wahlbeteiligung so niedrig wie noch nie im Wartburgkreis - vor zwei Jahren waren es noch mehr als 60 Prozent. Im künftigen gemeinsamen Kreistag mit der Stadt Eisenach bleibt die CDU laut vorläufigem Ergebnis mit 34,7 Prozent mit Abstand vorn. Im Vergleich zur vergangenen Kreistagswahl - als Eisenach noch nicht mitstimmte - bedeutet dies einen leichten Verlust von gut einem Prozentpunkt. Allerdings: In Eisenach selbst legte die Union zu: Bei der vergangenen Stadtratswahl kam sie auf 20,7 Prozent, jetzt für den neuen Kreistag sind es 24,1 Prozent der Stimmen für die CDU aus Eisenach.

Die AfD landet 15,1 Prozent, knapp vor den Freien Wählern (14,7). Einen Punkt weniger erzielt die Linke (13,6). Die SPD legt am stärksten zu und steigt auf 11,4 Prozent. Unter fünf Prozent der Stimmen erhielten die Grünen (4,6) und FDP (4,4). Die Partei Die Basis, die sich aus Protest gegen die Corona-Politik gegründet hatte, haben 1,6 Prozent der Wähler angekreuzt - das reicht für einen der 50 Sitze im Kreistag.

Rund 40 Prozent der Sitze gingen an Polit-Profis: Bürgermeister und Abgeordnete von Landtag und Bundestag. Der Frauenanteil ist weiter gesunken auf 20 Prozent. Eisenacher sind weniger vertreten als es dem Anteil der Wahlberechtigten entspräche.

Erste Kreistagswahl vor Fusion mit Eisenach

Rund 134.000 Wahlberechtigte waren zur Stimmabgabe für das neue Kommunalparlament aufgerufen. Nach jahrelangem Anlauf war der Zusammenschluss von Eisenach mit dem benachbarten Landkreis im Herbst 2019 beschlossen worden. Zum 1. Juli soll Eisenach, seit 1998 kreisfrei, wieder Teil des Wartburgkreises werden.

Kreistagswahl 2 min
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MDR THÜRINGEN JOURNAL So 20.06.2021 19:00Uhr 02:09 min

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CDU punktet in der Rhön, SPD in Unterbreizbach

Ihre Hochburgen haben die Parteien oft dort, wo sie die Bürgermeister stellen. So ist die CDU mit über 70 Prozent besonders stark in der Rhön, zum Beispiel in Geisa oder Schleid. Die Linke erzielt ihr bestes Ergebnis mit 22 Prozent in Eisenach, liegt dort aber wieder leicht hinter der CDU. 22 Prozent sind auch die Spitzenwerte der AfD in Ruhla und Empfertshausen. Dagegen wählte in der Bergbau-Gemeinde Unterbreizbach fast ein Drittel SPD. Die Freien Wähler punkten mit 37 Prozent am stärksten in Treffurt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dvs

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 21. Juni 2021 | 06:00 Uhr

7 Kommentare

Vorbei vor 5 Wochen

Geringe Wahlbeteiligung, kann ich verstehen, wähle auch nicht mehr, es ändert sich zu viel zum Nachteil der kleinen Leute, die Liste ist lang, Politiker können schöne Reden halten, um ihre Pöstchen schachern, wenn sie wenigstens zu ihrer Verantwortung stehen würden, wenn sie Menschen schaden..., Wasser predigen und Wein trinken, dir hilft keiner in diesem Land..., die Kinder haben keine Perspektive, die Alten sollen sich ins Grab puckeln, Frauen trauen sich abends nicht auf die Straße, wir werden entmündigt, geschröpft, wo es nur geht. Solch einer Politik soll ich die Legitimation erteilen? Das unsere Stimmen auf den Zetteln nur noch Makulatur sind, haben viele Menschen begriffen..., sie haben die Hoffnung auf echte Mitstimmung verloren



rass96 vor 5 Wochen

Nicht mal die Hälfte der Wahlberechtigten geht wählen. Von den knapp 50% hat der "Gewinner" ca 35%. Was sind das für unmündige Zeitgenossen und - genossinnen, die nicht mal ihr Wahlrecht wahrnehmen, dann aber über alles meckern, was andere entscheiden ??

knarf2 vor 5 Wochen

Atheist:Ist doch gut wenn die Menschen zufrieden wären.Sieht man die Wahlbeteiligung ergibt es ein anderes Bild.Was haben Sie gegen Windräder?Fender finde ich soll benutzen wer will.Im Laufe der Zeit wird sich zeigen ob es sich durchsetzt.

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