Tiere Zweite Wölfin im Wartburgkreis sesshaft

Neben der Wölfin im Gebiet Zella/Rhön haben Fachleute jetzt die Existenz eines zweiten Tieres bei Hämbach nachgewiesen. Beide Wölfinnen sind nun im Wartburgkreis standorttreu und aus Brandenburg eingewandert.

Ein Wolf läuft durch sein Gehege
Ein Wolf (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Im Wartburgkreis hat eine weitere Wölfin ein Revier gefunden. Damit sind es bereits zwei. Fachleute konnten über einen längeren Zeitraum das Vorkommen des Tieres über Genanalysen nachweisen. Das teilte das Umweltministerium am Freitag mit. Erstmals sei das Weibchen im April 2020 nahe nahe des Bad Salzunger Ortsteils Hämbach nachgewiesen worden. Sein Territorium erhält die Bezeichnung "Tiefenort".

Wolf im Gebiet Zella/Rhön

Erst Ende Januar Woche hatte das Ministerium darüber informiert, dass im Wartburgkreis eine weitere Wölfin im Gebiet Zella/Rhön sesshaft geworden sei. Sie befindet sich seit einem Jahr in Thüringen, streift aber durch ein etwas südlicher gelegenes Gebiet als ihre Artgenossin. Bei beiden soll es sich um eingewanderte Tiere aus Brandenburg handeln.

Wer Hinweise zu Wölfen hat, etwa ein Tier gesehen hat, kann diese an das Kompetenzzentrum Wolf/Biber/Luchs unter der Telefonnummer 0361 - 573941941 weitergeben.

Fotofallen-Aufnahme eines Wolfs in Moorgrund im Wartburgkreis von Januar 2020.
Im Januar 2020 fing eine Wildkamera einen Wolf in Moorgrund im Wartburgkreis ein. Bildrechte: Jörn Uth

Einziges Wolfs-Rudel bei Ohrdruf

In Thüringen galt lange Zeit nur eine Wölfin mit Revier bei Ohrdruf (Landkreis Gotha) als standorttreu. Inzwischen hat sich ein männlicher Wolf zu ihr gesellt. Experten gehen davon aus, dass bereits Jungtiere zur Welt kamen. Diese gelten als erster bekannter Wolfsnachwuchs in Thüringen seit 150 Jahren. Zudem gilt die Wolfsfamilie bei Ohrdruf als Thüringens einziges bekanntes Rudel.

Die Rückkehr der Wölfe ist nicht unumstritten. Schäfer und andere Viehhalter fürchten um ihre Tiere, wenn diese auf Weiden stehen. Das Land unterstützt finanziell verschiedene Schutzmaßnahmen gegen Wolfsangriffe, darunter die Anschaffung spezieller Zäune und die Anschaffung von Herdenschutzhunden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dvs, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 05. Februar 2021 | 14:00 Uhr

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