Raubtier Südwestthüringen: Vier Wolfsrisse in einem Monat

In Südwestthüringen sind mehrere Tiere von Wölfen verletzt und getötet worden. Darunter waren auch Jungtiere. In Oechsen wurde dagegen ein Schaf von einem Haushund gerissen.

Ein Wolf durchstreift eine winterliche Landschaft.
Allein im Juli gab es in Thüringen vier bestätigte Wolfsrisse. Bildrechte: dpa

In Südwestthüringen sind zwei weitere Wolfsrisse bestätigt worden. So wurde laut Umweltministerium in Dermbach im Wartburgkreis ein Damwildgehege von einem Wolf angegriffen. Und auch die Angriffe auf Schafe in Schwallungen Landkreis Schmalkalden-Meiningen gehen den Angaben nach auf Wölfe zurück.

Mutter mit Jungtieren getötet

In dem Wildgehege im Dermbacher Ortsteil Oberalba wurden zwei Muttertiere und vier Jungtiere getötet. In Schwallungen wurde ein Schaf so schwer verletzt, dass es getötet werden musste. Ein weiteres Tier gilt als vermisst. Ob dafür die bekannte Wölfin aus Zella im Wartburgkreis verantwortlich ist, wird in einer zweiten genetischen Untersuchung geklärt.

Haushund wird Täter

Dagegen geht der Riss eines Schafs in Oechsen im Wartburgkreis auf einen Haushund zurück, teilte das Umweltministerium auf Anfrage von MDR THÜRINGEN mit. Gutachter des Landes hatten zunächst einen Wolf vermutet. Das angepflockte Schaf war im Ort am 24. Juli getötet worden. Damit hat es im Juli in der Region insgesamt vier bestätigte Wolfsrisse gegeben, fünf im gesamten Jahr 2022.

MDR (cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 11. August 2022 | 18:30 Uhr

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