Boeing 737 MAX
Die B 737 des US-Herstellers Boeing ist das meistverkaufte Verkehrsflugzeug weltweit. Die 737 MAX 8 ist die neueste Version mit besonders spritsparenden Turbinen. Bildrechte: dpa

Nach Flugzeugabsturz Flugverbot für Boeing 737 MAX 8 in China und Äthiopien

Nach dem zweiten Absturz einer Boeing 737 MAX 8 binnen fünf Monaten haben erste Länder den Einsatz dieses Flugzeugtyps untersagt. UN-Angaben zufolge waren an Bord der in Äthiopien abgestürzten Passagiermaschine mindestens 19 UN-Beschäftigte.

Boeing 737 MAX
Die B 737 des US-Herstellers Boeing ist das meistverkaufte Verkehrsflugzeug weltweit. Die 737 MAX 8 ist die neueste Version mit besonders spritsparenden Turbinen. Bildrechte: dpa

Als Konsequenz aus dem zweiten Absturz einer Passagiermaschine Boeing 737 MAX 8 binnen weniger Monate hat die chinesische Luftfahrtbehörde bis auf Weiteres den Einsatz dieses Typs untersagt. Nach Angaben des Magazins "Caijing" sind in China etwa 60 Maschinen betroffen.

Auch die Fluggesellschaft Ethiopian Airlines lässt nach dem Absturz ihrer Boeing 737 MAX 8 am Sonntag vorerst alle baugleichen Jets am Boden. Das teilte die Gesellschaft am Montagmorgen mit.

Im Oktober war eine Boeing 737 MAX 8 der Gesellschaft Lion Air vor der indonesischen Küste abgestürzt, ebenfalls kurz nach dem Start. Alle 189 Menschen an Bord starben.  

Viele UN-Mitarbeiter unter den Opfern

An Bord des in Äthiopien abgestürzten Passagierflugzeugs waren auch mindestens 19 Mitarbeiter der Vereinten Nationen. Das erklärte der Leiter der Internationalen Organisation für Migration (IOM), António Vitorino.

Trümmerreste der in Äthiopien abgestürzten Boeing 737
Trümmerreste der am Sonntag in Äthiopien abgestürzten Boeing 737 MAX. Bildrechte: dpa

Nach seinen Angaben starb auch eine deutsche IOM-Mitarbeiterin, die auf dem Weg zu einem Training in Nairobi gewesen sei. Der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines zufolge waren insgesamt fünf deutsche Staatsbürger an Bord. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte am Montag mit, dass nach bisherigen Erkenntnissen fünf Deutsche ums Leben gekommen seien.

Die UN geht davon aus, dass unter den Absturzopfern Mitarbeiter von mindestens fünf UN-Organisationen oder mit den Vereinten Nationen verbundenen Organisationen: Dem Welternährungsprogramm WFP, dem Flüchtlingshilfswerk UNHCR, dem Umweltprogramm UNEP, der Weltbank und der Internationalen Fernmeldeunion.

Alle 157 Insassen tot

Zuvor hatte ein UN-Vertreter in New York von mindestens zwölf toten UN-Mitarbeitern gesprochen. Sie seien auf dem Weg zu einer Konferenz des UN-Umweltprogramms in Kenia gewesen.

Die Boeing 737 MAX war am Sonntagmorgen kurz nach dem Start von Addis Abeba Richtung Nairobi mit 157 Insassen an Bord abgestürzt. Der Pilot hatte nach Angaben von Ethiopian Airlines Probleme gemeldet und um Erlaubnis gebeten, kehrt zu machen. Kurze Zeit später zerschellte die Maschine. Alle Insassen kamen ums Leben.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. März 2019 | 04:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. März 2019, 04:17 Uhr