Das Bild der Tatwaffe des mutmaßlichen Messerstechers von Nürnberg
Drei Frauen wurden in Nürnberg auf offener Straße niedergestochen. Der Beschuldigte äußert sich zu den Vorwürfen nicht. Bildrechte: dpa

Bayern Nach Angriffen auf Frauen in Nürnberg: Verdächtiger schweigt

Der mutmaßliche Messerstecher von Nürnberg hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert. Laut Polizei ist der Mann vorbestraft unter anderem wegen Raub und Brandstiftung. Bei der Festnahme hatte er ein Messer dabei.

Das Bild der Tatwaffe des mutmaßlichen Messerstechers von Nürnberg
Drei Frauen wurden in Nürnberg auf offener Straße niedergestochen. Der Beschuldigte äußert sich zu den Vorwürfen nicht. Bildrechte: dpa

Der nach den Angriffen auf Frauen in Nürnberg gefasste Verdächtige hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Ein Sprecher sagte, der Mann habe bei seiner Festnahme ganz in der Nähe der Tatorte ein Messer bei sich gehabt. Er habe dafür keine schlüssige Erklärung geben können.

Gefasst wegen Diebstahl

Der Mann wurde den Angaben zufolge bereits am Samstagmorgen gefasst. Er sei zunächst wegen eines "Eigentumdelikts" in Untersuchungshaft genommen worden, das er etwa zwei Stunden vor der ersten Messerattacke verübt haben solle. Die Beschreibungen der Opfer hätten jedoch auf ihn zugetroffen. Es sei ein DNA-Abgleich vorgenommen worden, danach habe sich der dringende Tatverdacht erhärtet.

Wohnungslos und vorbestraft

Bei dem 38 Jahre alten Deutschen handelt es sich um einen Mann ohne einen festen Wohnsitz. Das Motiv seiner Angriffe ist weiter unklar. Nach Angaben der Ermittler ist der Mann bereits 18-fach vorbestraft, darunter unter anderem wegen Diebstahl, Raub, Betrug und Brandstiftung.

Kartenaussschnitt Nürnberg, St. Johannis
Bildrechte: MDR/datawrapper/open streetmap contributors

Am Donnerstagabend waren im Nürnberger Stadtteil Johannis kurz hintereinander drei Frauen niedergestochen worden. Alle drei mussten notoperiert werden. Lebensgefahr besteht inzwischen nicht mehr. Weil alle drei Opfer auf dem Heimweg von dem Angriff völlig überrascht wurden, ermittelt die Staatsanwaltschaft in allen drei Fällen wegen versuchten Mordes. Opfer und Täter kannten sich offenbar nicht.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. Dezember 2018 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Dezember 2018, 21:39 Uhr