Die Zufahrt zur Chemnitzer Sachsen Allee ist von einem Polizeiwagen versperrt.
Polizei-Einsatz im Chemnitzer Einkaufszentrum "Sachsen-Allee": Ein unbekannter Anrufer hatte mit einer Bombe gedroht (Archivfoto). Bildrechte: MDR/Matthias Vollmer

Einkaufszentrum in Chemnitz Bombendrohung: Polizei gibt Entwarnung

Nach einer Bombendrohung gegen ein Einkaufszentrum in Chemnitz hat die Polizei keine verdächtigen Gegenstände gefunden. Die Drohung war am Freitagabend gegen 20 Uhr eingegangen. Nach fünf Stunden beendete die Polizei den Einsatz. In Chemnitz hatte es zuletzt eine ganze Reihe von Bombendrohungen gegeben.

Die Zufahrt zur Chemnitzer Sachsen Allee ist von einem Polizeiwagen versperrt.
Polizei-Einsatz im Chemnitzer Einkaufszentrum "Sachsen-Allee": Ein unbekannter Anrufer hatte mit einer Bombe gedroht (Archivfoto). Bildrechte: MDR/Matthias Vollmer

Nach einer Bombendrohung gegen das Einkaufszentrum "Sachsen-Allee" in Chemnitz hat die Polizei Entwarnung gegeben. Wie der Lagedienst der Polizei MDR AKTUELL in der Nacht mitteilte, wurden keine verdächtigen Gegenstände gefunden.

Großeinsatz dauerte fünf Stunden

Ein unbekannter Anrufer hatte am Freitagabend gegen 19:45 Uhr eine Bombendrohung gegen das Einkaufszentrum ausgesprochen und damit einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Während die meisten Geschäfte ohnehin um 20 Uhr schließen, musste ein Supermarkt, der normalerweise bis 22 Uhr geöffnet ist, früher zumachen.

Fünf Stunden nach Eingang der Drohung beendete die Polizei ihren Einsatz. Da nichts Verdächtiges gefunden wurde, können die Läden am Sonnabend wie gewohnt öffnen. Weitere Informationen, etwa zum Inhalt der Drohung, wollte die Polizei mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht mitteilen.

Reihe von Bombendrohungen in Chemnitz

In Chemnitz hatte es in den vergangenen Monaten bereits mehrere Bombendrohungen gegeben. So musste ein Konzert der Band "Feine Sahne Fischfilet" Mitte November zwischenzeitlich unterbrochen werden.

Auch diese Drohung erwies sich als falscher Alarm. Anfang August wurde ein Mann festgenommen, der eine Bombendrohung gegen das Chemnitzer Weinfest ausgesprochen hatte und für weitere Drohanrufe verantwortlich sein soll.

Zudem sah sich das Chemnitzer Jugendamt seit Ende Oktober gleich mit mehreren Bombendrohungen konfrontiert. Nach dem sechsten Drohanruf konnte die Polizei eine 34-jährige Verdächtige ermitteln. Das Tatmotiv der Frau sei möglicherweise Frust wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem Amt gewesen.

Auch das nun betroffene Einkaufszentrum "Sachsen-Allee" hatte schon einmal eine Bombendrohung erhalten. Sie ging am 29. Dezember 2016 per Fax ein. Einen Tag später landete ein Drohfax auch beim Einkaufszentrum "Roter Turm". Fünf Monate später nahmen die Ermittler den Bombendroher fest. Er hatte einen Online-Faxdienst genutzt und seine Identität verschleiert. Vor knapp einem Jahr wurde der Mann zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 07. Dezember 2018 | 23:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Dezember 2018, 11:59 Uhr

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1 Kommentar

08.12.2018 09:54 Mediator 1

Bei manchen unserer deutschen Mitbürger scheint der gesunde Menschenverstand nicht sehr ausgeprägt zu sein. Man darf sich fragen getrost fragen was die Ursachen sind, dass Anstand und natürliche Hemmungen gegenüber Gewalt immer mehr zur Mangelware werden.

Man kann sich vorstellen, welches Gefühl der Unsicherheit sich bei Menschen breit macht, die aufgrund einer Bombendrohung das Gebäude räumen mussten. Schaut man ins MDR Archiv, dann sind Bombendrohungen oder tatsächlich gelegte Bomben und Brandsätze im Sendebereich des MDR nichts neues. Wenn man der Täter habhaft wird, dann sind es i.dr. deutsche Mitbürger, die sich zum Terroristen radikalisiert haben oder leichtfertig mit Terror drohen, weil sie zu dumm sind sozial angemessen mit einer negativen Behördenentscheidung umzugehen.

Ich kann nur hoffen der Täter wird ermittelt und ist hinterher so richtig frustriert, wenn er die Kosten des Einsatzes begleichen muss.