Soldatinnen treten an
Im Durchschnitt sind laut Bundeswehr rund zwei Prozent der 20.000 Soldatinnen schwanger. Bildrechte: dpa

In anderen Umständen Bundeswehr-Uniform für Schwangere kommt

Angesichts von rund 20.000 Bundeswehr-Soldatinnen gehört Schwangersein nicht mehr zur Ausnahme. Die Truppe reagiert auf die anderen Umstände und kündigt nun nach einer Testphase an, flächendeckend spezielle Uniformen anzuschaffen.

Soldatinnen treten an
Im Durchschnitt sind laut Bundeswehr rund zwei Prozent der 20.000 Soldatinnen schwanger. Bildrechte: dpa

Nach einer mehrmonatigen Testphase steht die Bundeswehr vor der serienmäßigen Einführung von Umstandsuniformen für Schwangere. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, soll die Spezialkleidung noch in diesem Jahr flächendeckend angeschafft werden. Zur Zeit würden noch Rückmeldungen von Soldatinnen ausgewertet und Verbesserungen eingearbeitet.

Elastizität ermöglicht monatelanges Tragen

Bundeswehr führt Umstandsuniform ein
Unter die neue Dienstkleidung passt auch ein Babybauch. Bildrechte: dpa

Etwa 80 Soldatinnen hatten die neuentwickelten Uniformsätze getestet und bewertet - von der Feldbekleidung über Dienstanzüge bis hin zur Strumpfhose. Dabei ging es laut Ministerium unter anderem um Optik, Tragekomfort und Atmungsaktivität. Die Uniformen seien elastisch und die ganze Schwangerschaft über tragbar. Die Kosten für den Versuch belaufen sich den Angaben zufolge auf rund 650.000 Euro.

Nach dem Vorbild anderer Armeen

Im Durchschnitt sind laut Bundeswehr rund 400 der insgesamt 20.000 deutschen Soldatinnen schwanger. Bisher mussten sie zu ziviler Kleidung greifen, wenn die Uniform nicht mehr über den Babybauch gepasst hat. Streitkräfte anderer Länder haben Spezialuniformen für Schwangere bereits eingeführt.

Bundeswehr als moderner Arbeitgeber

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte Ende 2015 grünes Licht für die Entwicklung der Umstandsuniform gegeben. Sie will die Bundeswehr zu einem zeitgemäßen Arbeitgeber entwickeln, der Gleichstellung ermöglicht.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. April 2018 | 11:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. April 2018, 12:24 Uhr

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30 Kommentare

03.04.2018 12:06 Heinrich 30

@29: Wieder outen sie sich als ahnungslos was den Einsat der Bundeswehr u.a. in AFG angeht.

AFG ist doppelt so groß wie D und hat eine Bevölkerung von 34 Mio Einwohnern.

Die Bundeswehr war lediglich einer von dutzenden Truppenstellern bei ISAF und die Führung dieser militärischen Mission lag sicher nicht bei der Bw oder der Bundesregierung. Wer sich auch nur ansatzweise mit den oben genannten Fakten und den Einsatzstärken der Bw im RC North auseinandersetz, dem ist klar, was eine Armee hier erreichen kann und was nicht.

ISAF ist übrigens beendet und die Bw ist mit einem Großteil ihres Materials abgezogen. Aktuell läuft dort eine andere Mission.

Nur für sie zur Info: Die NVA war einmal und wer sich heute für seine Streitkräfte einsetzen will, der muss dies eben bei der Bundeswehr tun. Vom Spielfeldrand kommentieren kann jeder und das ist wahrlich keine Kunst.

03.04.2018 10:42 Na so was 29

27@ Heinrich: "... weil die Bundeswehr mit hoher Professionalität und sehr guter Technologie dort vertreten ist ..." "... einen Auftrag der Politik, den die Bundeswehr nicht gestemmt hat ..." Die angeblich begrenzten Auslandseinsätze z.B. in Afghanistan sollten schon längst erfolgreich beendet sein und die dort eingesetzten Truppen der Bundeswehr mit allen Waffen und Material wieder in Deutschland sein. Wie sieht es z.Z. dort aus ? Von einem Abzug nach erfolgreicher Mission kann erstmal nicht die Rede sein, die Truppenstärke wird weiter aufgestockt. In welchen Ländern ist die Bundeswehr noch im Einsatz? Ist Deutschland das einzigste Land, dass in der NATO ist ? "Tausende Bürger packen dort als Reservisten für das Gemeinwohl an ?" Hmm, also ich kenne aus meinem großen Bekanntenkreis keinen Einzigen, der als Reservist bei der Bundeswehr ist. Sind z.B. Sie so einer ? Im übrigen kenne ich die Reservistenaktivitäten nur von der "Fahne", nicht von der Bundeswehr.

03.04.2018 09:57 Montana 28

Schwachsinn hoch 1000.

03.04.2018 09:19 Heinrich 27

@Na so was(26): Unsere Partner in den Einsätzen nehmen die Bundeswehr absolut ernst, weil wir mit hoher Professionalität und sehr guter Technologie dort vertreten sind.

Nennen sie doch einfach mal einen Auftrag der Politik, den die Bundeswehr nicht gestemmt hat.

Ansonsten zitiere ich einmal Art. 87a GG

"(1) 1Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf. 2Ihre zahlenmäßige Stärke und die Grundzüge ihrer Organisation müssen sich aus dem Haushaltsplan ergeben."

Die Bundeswehr kann nur auf dem Hof stehen haben, was ihr das Parlament zugesteht. Die letzten 25 Jahre wurden der Bundeswehr immer neue Einsparungen auferlegt. Gleichzeitig wurde für die Auslandseinsätze völlig neues Material benötigt.

Die Bundeswehr schlecht reden kann jeder Depp.Wenn sie so viel Ahnung von Streitkräften haben, dann engagieren sie sich doch für die Bundeswehr. Einfach an das Landeskommando ihres Bundeslandes wenden. Tausende Bürger packen dort als Reservisten für das Gemeinwohl an.

03.04.2018 08:13 Na so was 26

"Jeder blamiert sich wie er kann". Wer bitte schön, soll diesen Verein "Deutsche Bundeswehr" noch Ernst nehmen ? Es ist sicherlich einfacher und kürzer zu beschreiben, was denn so in der Bundeswehr noch einigermaßen funktioniert. Ich hoffe mal für alle Soldatinnen und Soldaten, dass an der täglichen Truppenverpflegung nichts auzusetzen ist. Jeder weiß, der mal bei "Fahne" oder "Bund" war bzw. ist: "Wie die Verpflegung, so die Bewegung". Wenn diese Peinlichkeiten bei der Bundeswehr unter der Verteidigungsministerin Frau von der Leyen (CDU) nicht die Wahrheit wären, könnte man vielleicht noch drüber lachen. Aber so, ...

02.04.2018 22:25 Mediator 25

@Elisa(22): Tja 50% der Bevölkerung und der potentiellen Bewerber sind nun mal Frauen.
@Ludwig (21): Mir wäre neu, dass man deutsche Kasernen, in denen der Feldanzug in der Regel getragen wird, als Gefechtsfeld bezeichnet. Die Bw veranstaltet regelmäßig einen Tag der Bw. Einfach mal informieren.
@maensen (23):
Wer so despektierlich von seiner eigenen Armee redet, der ist doch eh beratungsresistent!
Das BMVg hat wie jedes andere Ministerium über Jahrzehnte Multimilliardeneinsparungen vornehmen müssen um auch den Aufbau Ost zu finanzieren. Da gab es keine Endsumme auf die man sich einrichten konnte und somit auch keine Planungssicherheit. Wenn heute z.B. die Leos nicht in der Breite einsatzbereit sind, dann liegt das nicht am Waffensystem sondern an Ersatzteilpaketen die man in der Beschaffung gestreckt hat und Wartungskapazitäten die aus der Truppen in die Industrie verlagert wurden, um mit der Truppenobergrenze möglichst viele Fähigkeiten zu erhalten. Das ist die Kurzfassung!

02.04.2018 20:39 Hans 24

Was ist nur aus dem Deutschen Militär geworden. Dass ist doch alles nur lächerlich. Nun verstehe ich, warum die Bundeswehr im Volksmund als Trachtenverein betitelt wird.

02.04.2018 20:19 maensen 23

Mediator, die BW hat Personalknappheit? Wo kann das herrühren? Erklären Sie mir bitte diesen Zustand und, weil wir gerade beim Wort Zustand sind, können Sie sicher auch die derzeitige Verfassung der technischen Ausstattung von Ursels Truppe plausibel darlegen, da Sie ja immer alles wissen. Smile.

02.04.2018 19:48 Elisa 22

Soldaten Bundeswehr Stand Dezember 2017:
gesamt: 179.562
davon Frauen: 21.213

Immerhin dürfen schon seit dem Jahr 2000 Frauen uneingeschränkt eine militärische Laufbahn einschlagen.
Wie kommt der Mediator #18 auf 50% der Bewerber?

02.04.2018 19:15 Ludwig 21

Da kommt die ganze Dekadenz unserer kranken Gesellschaft zum Ausdruck. Sogar Felduniformen werden für und von Schwangeren getestet. Was bitteschön haben schwangere Frauen auf einem Gefechtsfeld zu suchen? Frauen sollen Leben schenken, nicht Leben nehmen!