Hände halten mehrere Ampullen mit der Aufschrift Grindeks.
Mehrere Ampullen des Dopingmittels Meldonium mit teils russischer Aufschrift. Bildrechte: IMAGO

Hintergrund Liste der Dopingsubstanzen

Hände halten mehrere Ampullen mit der Aufschrift Grindeks.
Mehrere Ampullen des Dopingmittels Meldonium mit teils russischer Aufschrift. Bildrechte: IMAGO

Stimulanzien

Stimulanzien sind Aufputschmittel wie Amphetamin, Kokain und Ecstasy. Sie machen wach, risikobereit und aktiv und können laut Nationaler Dopingagentur Nada die körperliche und oder psychische Leistungsfähigkeit kurzfristig verbessern.

Narkotika

Narkotika sind Schmerzmittel. Dabei sind opioidartige Analgetika vom Morphintyp verboten, laut NADA u.a. Fentanyl, Morphin, Oxycodon. Auch Heroin und Methadon sind verboten. Nicht opioidartige wie Aspirin und Voltaren sind erlaubt.

Ebenfalls im Wettkampf verboten sind Cannabinoide, also Substanzen, die aus Hanf oder künstlich hergestellt werden. Als Beispiele für die NADA Haschisch und Marihuana.

Anabole Wirkstoffe

Klassische Anabolika sind sogenannte Steroidhormone oder Steroide. Diese sind laut NADA strukturell vom Sexualhormon Testosteron abgeleitet. Beispiele für diese Gruppe seien neben den Steroiden Testosteron, Nandrolon und Stanozolol, auch Clenbuterol. Anabole Wirkstoffe verstärken den Muskelaufbau.

Diuretika

Diuretika sind Medikamente, die die Nierenfunktion beeinflussen. Sie sind harntreibend. Das nutzen beispielsweise Boxer, um in eine niedrigere Gewichtsklasse eingestuft zu werden. Außerdem kann der Urin so verdünnt und das Testergebnis verfälscht werden. Als Beispiele führt die NADA Furosemid, Hydrochlorothiazid und Probenecid an.

Peptidhormone

Die zwei wichtigsten Substanzen sind Erythropoietin (EPO) und das Wachstumshormon (HGH = Human Growth Hormone). Epo ist laut NADA ein körpereigenes Hormon, das in der Niere gebildet wird. Es steigert die Anzahl roter Blutkörperchen. So kann mehr Sauerstoff transportiert werden. HGH unterstützt das Wachstum, in der Medizin wird damit Zwergwuchs behandelt. Weitere Beispiele für Substanzen sind CERA, LH und Xenon.

Blutdoping

Beim Blutdoping wird Vollblut verabreicht oder spezielle Zubereitungen mit roten Blutkörperchen. Auch hier wird die Anzahl der roten Blutkörperchen erhöht. Weitere Möglichkeiten zur Manipulation von Blut und Blutbestandteilen sind laut NADA die Plasmaspende und Dialyse.

Beta-Blocker

Beta-Blocker sind Medikamente bei Bluthochdruck, Migräne und Herzkrankheiten. Sie sind laut NADA in bestimmten Sportarten verboten.

Hormon- und Stoffwechselmittel

Verboten sind laut NADA auch Insulin, Aromatase-Hemmer, bestimmte Estrogen-Rezeptor-Modulatoren und andere estrogene Substanzen.

Gendoping

Dazu gehört laut NADA das Übertragen von Erbinformationen sowie die Anwendung von normalen und genetisch veränderten Zellen.

Glucocorticoide

Glucocorticoide sind in Wettkämpfen verboten. Sie werden laut NADA zur Behandlung von Asthma, Allergien und Entzündungen eingesetzt.

Zuletzt aktualisiert: 28. Februar 2019, 09:55 Uhr