Roman Fertinger,  Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Mittelfranken, spricht während einer Pressekonferenz zu Angriffen auf drei Frauen am Vorabend.
Der Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Roman Fertinger (links), spricht zum Ermittlungsstand im Fall der drei mit einem Messer attackierten Frauen in Nürnberg. Bildrechte: dpa

Profiler einbezogen Sonderkommission sucht Messerstecher von Nürnberg

Nach den Messer-Attacken auf drei Frauen in Nürnberg fehlt vom Täter noch jede Spur. Aufklärung verspricht sich die Polizei nun von einer 40 Beamte starken Sonderkommission und dem Einsatz eines Profilers.

Roman Fertinger,  Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Mittelfranken, spricht während einer Pressekonferenz zu Angriffen auf drei Frauen am Vorabend.
Der Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Roman Fertinger (links), spricht zum Ermittlungsstand im Fall der drei mit einem Messer attackierten Frauen in Nürnberg. Bildrechte: dpa

Nach den Messer-Attacken auf drei Frauen in Nürnberg sucht die Polizei nun mit einer 40 Beamte starken Sonderkommission nach dem Täter. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz mit. Es sei auch ein Profiler eingeschaltet worden. Die Soko habe bereits einige Personen im Fokus.

Am Donnerstagabend waren in Nürnberg innerhalb weniger Stunden drei Frauen auf offener Straße niedergestochen worden. Sie wurden notoperiert, befinden sich aber inzwischen außer Lebensgefahr. Eine Verbindung zwischen Täter und Opfern gibt es offenbar nicht. Bisher konnte nur das erste Opfer genauere Angaben zu dem Täter machen.

Erste Täterbeschreibung

Die Polizei gab eine Täterbeschreibung heraus. Demnach soll es sich bei dem Angreifer um einen 25 bis 30 Jahre alten Mann mit blonden bis dunkelblonden Haaren und Dreitagebart handeln, etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß. Zu seiner Bekleidung gibt es unterschiedliche Angaben.

Motiv unklar

Laut Polizei erfolgten die Taten in nahe beieinander liegenden Straßen im Stadtteil St. Johannis. Zunächst hatte die Mordkommission die Ermittlungen übernommen. Trotz unterschiedlicher Aussagen der Frauen kurz nach den Attacken geht die Polizei in allen drei Fällen vom gleichen Täter aus. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gibt es bislang nicht.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. Dezember 2018 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2018, 17:33 Uhr