Fluglotsen arbeiten im Kontrollzentrum der Flugsicherung in Langen bei Frankfurt/Main.
Fluglotsen im DFS-Kontrollzentrum Langen bei Frankfurt/Main. Bildrechte: dpa

Probleme bei Flugsicherung Viele Flugabsagen wegen Software-Panne

Wegen anhaltender Computerprobleme bei der Flugsicherung haben die Lufthansa und andere Airlines am Montag Dutzende Verbindungen von und nach Frankfurt am Main gestrichen. Passagiere wurden aufgerufen, sich über ihre Flüge zu informieren. Die fehlerhafte Software soll diese Woche ausgetauscht werden.

Fluglotsen arbeiten im Kontrollzentrum der Flugsicherung in Langen bei Frankfurt/Main.
Fluglotsen im DFS-Kontrollzentrum Langen bei Frankfurt/Main. Bildrechte: dpa

Eine Softwarestörung bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) hat auch am Montag wieder für Einschränkungen im deutschen Flugverkehr gesorgt. Die Lufthansa musste zahlreiche Flüge absagen. Allein bei der größten deutschen Airline fallen demnach mindestens 46 Verbindungen ab und nach Frankfurt am Main aus. Tausende Passagiere sind betroffen. Kunden wurden aufgerufen, sich rechtzeitig zu informieren.

Auch andere Fluglinien sind betroffen. Der Flughafenbetreiber Fraport sprach am Montagvormittag von mindestens 66 Flugausfällen. Die Sicherheit des verbleibenden Flugbetriebs ist laut Flugsicherung nicht gefährdet.

Software soll diese Woche ausgetauscht werden

Die Deutsche Flugsicherung im hessischen Langen kündigte am Montag an, man werde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag versuchen, eine alternative Software zu installieren.

Bei der Störung handelt es sich nach DFS-Angaben um einen Fehler im System zur elektronischen Darstellung sogenannter Kontrollstreifen. Diese Kontrollstreifen liefern Informationen für die Fluglotsen etwa zu Flugzeugtyp, Flugstrecke oder erwarteter Überflugzeit.

Flugverkehr im Südwesten eingeschränkt

Die Einschränkungen im Flugverkehr wegen der Computerprobleme bei der Flugsicherung dauern seit Mittwoch an. Deswegen dürfen bis auf Weiteres im Luftraum über Südwestdeutschland nur 75 Prozent der sonst üblichen Flugbewegungen stattfinden. Die Flugverkehrskontrollzentrale in Lingen überwacht den Luftraum vom Bodensee im Süden bis nach Kassel im Norden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. März 2019 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. März 2019, 09:29 Uhr

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3 Kommentare

25.03.2019 11:30 D.o.M. 3

@Rico Schuster 2: IT-Grundregel Nr.2 : Software ist wie Banane. Beides reift beim Kunden. Ich würde mich während des Reifungsprozesses gern von der Strasse fernhalten

25.03.2019 11:12 Rico Schuster 2

Als ob das menschliche Autofahren besser funktioniert als das autonome fahren. Dieses Argument ist mMn Blödsinn.

25.03.2019 09:43 D.o.M. 1

Das ist ein Vorgeschmack auf's autonome Fahren ! Da die Autokonzerne mit der gleichen Gewinnmaximierungsabsicht daran gehen werden wie an das Schadstoffmanagement, wird die Software noch unausgereifter sein als in der Fliegerei. Hauptsache wenigstens die Jungs und Mädels von den Rettungsdiensten behalten dann die Lenker selbst in der Hand !