Ein Teebeutel
Einem NDR-Bericht zufolge sind in Tees gefährliche Gifte gefunden worden. Bildrechte: Colourbox.de

NDR-Bericht Gefährliches Pflanzengift in Kräutertees gefunden

Sie gelangen über Unkraut in den Tee: Kräutertees namhafter Hersteller sind einem NDR-Bericht zufolge mit Pflanzengift verunreinigt. Experten warnen, dass schon kleine Mengen des Stoffes krebserregend sein können.

Ein Teebeutel
Einem NDR-Bericht zufolge sind in Tees gefährliche Gifte gefunden worden. Bildrechte: Colourbox.de

Verschiedene Kräutertees namhafter Hersteller sind offenbar mit Pflanzengiften verunreinigt. Das berichtet das NDR Verbrauchermagazin "Markt". Demnach wurden in sechs von dreizehn gängigen Kräuter- und Kamillentees sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA) entdeckt.

Dem NDR-Bericht zufolge stufen Experten die Belastung als gesundheitlich bedenklich ein. So gehe Edmund Maser von der Universität Kiel davon aus, dass geringste Menge des PA ausreichen könnten, um Krebs zu verursachen.

Die Gifte sind in Unkraut enthalten, das zwischen den Teekräutern wächst und mit der Ernte in den Tee gelangen kann. Sie können zu Leberschädigungen und Leberkrebs führen. Der Toxikologe Maser von der Universität Kiel sagte, es bestehe die Möglichkeit, dass geringste Mengen ausreichten, um Krebs zu verursachen. Deshalb sollten jegliche Lebensmittel und somit auch Tees frei von PA sein.

Dieses Thema im Programm: NDR Fernsehen | 12. Februar 2018 | 20:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Februar 2018, 15:30 Uhr

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16 Kommentare

13.02.2018 15:11 Fragender Rentner 16

@Mölle zu 15

Das kommt auch darauf an, welche Sorte untersucht wurde.

Hast du die gekauft, die gestern bei der Sendung des NDR aufgefallen ist oder eine andere Sorte.

Die haben schließlich nicht alle Sorten des Teeherstellers untersucht, sondern nur ein paar.

Außerdem hatte ich im vorigen Jahr schon mal so eine Sendung gesehen nur weiß ich nicht ob es die Gleiche war oder eine neue Untersuchung.

13.02.2018 10:57 Mölle 15

Absolut Irreführende Meldungen überall. Habe heute früh irgendwo einen Bericht gelesen-das der Tee von Teekanne nicht betroffen ist. 2 Stunden später nachdem ich mir dann Teekannetee gekauft habe steht wo anders,das Teekanne Tee am meisten belastet ist. Ich glaube langsam das die Regierung diese Meldungen angeschoben hat um vor ihrer eigenen Blödheit abzulenken. Kennen wir aus der Vergangenheit auch solche Fälle. Mal der Kaffee,mal der Tee,mal das Fleisch,dann die Eier usw.

13.02.2018 10:49 Fragender Rentner 14

Das kam doch schon vor mindestens einem Jahr schon mal und was hat sich geändert?

Wie immer nichts. :-(

13.02.2018 09:06 Bingo 13

Information zur Verdummung, wenn nicht die Hersteller benannt werden. In welchen Kräutertees??? Wer sind die "namhaften Hersteller"??

11.02.2018 22:21 Querdenker 12

Im NDR-Bericht wurden leider nicht die Ergebnisse für einzelne Teesorten (grüner Tee, Kamillentee, Fencheltee etc.) veröffentlicht. Das finde ich schade. Gibt da nämlich Unterschiede und es wäre interessant gewesen, ob der Test diese bestätigt oder nicht.

Interessant ist das Video aus dem Jahr 2016, der Link auf der NDR Seite führt dahin (siehe „ndr Pflanzengifte in Kräutertees nachgewiesen“).

Weitere Infos auch unter „bfr bund pyrrolizidinalkaloide kraeutertee tees“

Selbst Babytees sind kontaminiert siehe „zdf wiso Krebserregende Stoffe in Bio Babytees“

Wann macht die Politik endlich was!

11.02.2018 20:00 Sabine Sonntag 11

Wie wärs, wenn man mal Soja untersuchte? Vielleicht auf Glyphosat testen?

11.02.2018 19:21 Kritischer Bürger 10

Kaffee wird wohl zu teuer und nun greifen Bürger mehr und öfters zum Tee. Könnte das der Hintergrund sein? Vor einiger Zeit las ich etwas von Unkrautbekämpfungsmittel im Tee, was auch zu Krebs führt. AUSZUG: +...Das deutsche Magazin Öko-Test hat 20 sogenannte Wohlfühltees untersuchen lassen. In drei Viertel der Tees wurde das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat nachgewiesen...+ O-D-E-R geht es darum wie nachfolgend: +...Überzeugen konnten dagegen die meisten Biotees: Sieben von neun bekamen ein „Sehr gut“....+ ??? Dann mache man die BIO-TEEs um die Hälfte billiger und schon braucht man sich nicht mit solchen Offerten, wie Gifte etc. Krebs fördernde Unreinheiten ob Unkräuter oder Pflanzenschutzmittel etc. an die Öffentlichkeit wagen! Sarkastisch würde ich meinen: Weiter so kann nur gut sein für die BIO-Waren, welche auch schon in anderen Bereichen gar nicht viel mehr mit BIO zu tun hatten aber das Ediket und den Preis behalten haben!

11.02.2018 19:18 Teetrinker 9

Super Info ohne Angaben der Hersteller. Ich hab den Eindruck, dass die Verantwortlichen geschützt werden.
War Mediator noch nicht hier und hat seinen Senf dazu gegeben oder trinkt der keinen Tee?

11.02.2018 18:54 NRW-Wessi 8

Nun wartet doch mal ab und schaut morgen NDR-Fernsehen.
Der Semdetermin steht oben. ;-)

Die Hamburger sind immer gut für solche Themen. So hat man dort auch über die Sauerei mit Ethoxyquin im Zuchtlachs berichtet. In Lebensmitel gibt es dafür Grenzwerte, nicht aber im Lachsfutter, da Lachse keine Lebensmittel sind, solange sie im Zuchtbecken schwimmen. Ich glaube aber, dass es sich hier nur um die Spitze des Eisberges handelt. Wichtig ist in Brüssel nur, dass die Biegung von Salatgurken geregelt ist, sowie die elektrische Leistung von Statubsaugern ...

11.02.2018 18:45 ralf meier 7

@Rext Nr 4, Hallo in diesem Fall geht es ausnahmnweise mal nicht um die Folgen des Einsatzes von 'Pflanzengiften' , sondern umgekehrt um die Folgen, die aufteten können, wenn man auf Pflanzengifte verzichtet.
Im oben verlinkten Artikel kann man lesen:
Einige Pflanzen wie das Jakobskreuzkraut produzieren Pyrrolizidinalkaloide (PA), um sich vor Fressfeinden und Schädlingen zu schützen. Bei maschineller Ernte der Teekräuter geraten die Giftpflanzen, die zwischen den Teepflanzen wachsen, mit in das Erntegut.