Ein Zug vom Typ Stadler Flirt der Hessischen Landesbahn GmbH mit der Fahrtzielanzeige "R98 Kassel" steht 2017 im Hauptbahnhof in Frankfurt am Main
Der Zug, auf den der Anschlag verübt wurde, gehört zur Hessischen Landesbahn. Bildrechte: dpa

Zugscheibe durchbrochen Mordanschlag mit Gullydeckeln

Auf einer Zugstrecke in Nordrhein-Westfalen haben mehrere herabhängende Gullydeckel die Frontscheibe einer Regionalbahn durchschlagen. Der Lokführer wurde leicht verletzt. Passagiere waren nicht an Bord. Die Staatsanwaltschaft wertete die Tat als Mordversuch.

Ein Zug vom Typ Stadler Flirt der Hessischen Landesbahn GmbH mit der Fahrtzielanzeige "R98 Kassel" steht 2017 im Hauptbahnhof in Frankfurt am Main
Der Zug, auf den der Anschlag verübt wurde, gehört zur Hessischen Landesbahn. Bildrechte: dpa

Mehrere herabhängende Gullydeckel haben auf einer Bahnstrecke in Nordrhein-Westfalen die Frontscheibe eines Zuges durchschlagen. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Lokführer nur leicht verletzt. Der 49-Jährige habe "instinktiv richtig" gehandelt. Im Zug waren keine weiteren Passagiere. Polizei und Staatsanwaltschaft werteten die Tat als Mordversuch. Sie riefen Zeugen auf, sich zu melden.

Gullydeckel an Seilen

Die Gullydeckel hingen nach Angaben der Polizei an Seilen an einer Brücke auf der Strecke zwischen Bad Berleburg und Erndtebrück. In dem Zug waren wegen einer geplanten Leerfahrt keine Fahrgäste. Der Regionalzug gehört zur Hessischen Landesbahn.

Eine Mordkommission der Polizei in Hagen übernahm die Ermittlungen. Ersten Erkenntnissen zufolge könnten die Gullydeckel aus der Stadt Hilchenbach stammen, die westlich des Tatorts liegt. Dort waren in der Nacht zu Freitag vier Gullydeckel gestohlen worden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. April 2019 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. April 2019, 12:48 Uhr