Hacker
Auch deutsche Webseiten sind in "Collection #1" enthalten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Hacker-Angriff "Collection#1" 100 deutsche Webseiten von Datenleck betroffen

Unter dem Titel "Collection #1" sind Millionen Zugangsdaten im Netz aufgetaucht. Ein Unbekannter hatte sie in einem Hacker-Forum angeboten. Eine Analyse von MDR AKTUELL ergab nun, auch deutsche Webseiten sind darunter.

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Auch deutsche Webseiten sind in "Collection #1" enthalten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Datensammlung aus dem Hacker-Angriff "Collection #1" enthält auch mehr als 100 deutsche Webseiten. Es handelt sich hierbei um Onlineseiten mit der URL-Endung "de". Das geht aus einer Liste von betroffenen Webseiten hervor, die der mutmaßliche Entdecker des Hacks veröffentlicht und MDR AKTUELL ausgewertet hat.

Website des Instituts für Medienforschung

Der html-Code für die Programmierung einer Internetseite ist auf dem Monitor eines Laptops zu sehen.
Ob man selbst vom Hack betroffen ist, kann man prüfen. Bildrechte: dpa

Demnach ist unter anderem eine Webseite des Instituts für Medienforschung der TU Chemnitz betroffen. Die Domain ist inzwischen allerdings nicht mehr aktiv. Besucher der Webseite werden auf die allgemeine Universitätsseite weitergeleitet.

Wie aus der Liste außerdem hervorgeht, ist auch ein Server-Zugang des Bundeslandes Hamburg vom Hacker-Angriff betroffen. Zudem wurden beispielsweise auch Daten des Fischereiverbandes Mecklenburg-Vorpommern und der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg gehackt.

Datenleck enthält insgesamt 773 Millionen E-Mail-Adressen

Der Datensatz "Collection #1" war vor wenigen Tagen aufgetaucht. Insgesamt sollen dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zufolge etwa 773 Millionen E-Mail-Adressen und 21 Millionen im Klartext lesbare Passwörter betroffen sein. Insgesamt umfasse der Datensatz mehr als eine Milliarde Kombinationen. Ein Unbekannter hatte ihn im Netz angeboten. IT-Experten halten einen Großteil der Daten jedoch für nicht aktuell. Das BSI habe "eine Analyse der Daten eingeleitet mit dem Ziel, Betroffenheiten in Deutschland festzustellen", schreibt die Behörde auf ihrer Internetseite.

Ob man von diesem oder anderen Hacks betroffen ist, kann man auf der Seite "Have I been pwned" prüfen, die von einem Sicherheitsexperten betrieben wird. Wie Sie Ihre Identität im Internet besser schützen können, können Sie hier nachlesen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. Januar 2019 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Januar 2019, 18:13 Uhr