Ein Flugzeug der Lion Air im Anflug.
Die verunglückte Lion-Air-Maschine war nicht mehr flugtauglich. Bildrechte: dpa

Nach Flugzeugabsturz Lion-Air-Maschine hätte nie starten dürfen

Die Ende Oktober in Indonesien verunglückte Passagiermaschine der Billig-Airline Lion Air hätte niemals starten dürfen. Das geht aus dem vorläufigen Untersuchungsbericht zum Absturz des Flugzeuges hervor.

Ein Flugzeug der Lion Air im Anflug.
Die verunglückte Lion-Air-Maschine war nicht mehr flugtauglich. Bildrechte: dpa

Das in Indonesien abgestürzte Flugzeug der Billig-Airline Lion Air hätte niemals abheben dürfen. Eine Untersuchung der indonesischen Behörden bestätigte gravierende technische Probleme. Ein Sprecher sagte, es hätte niemals starten dürfen.

"Die Maschine war nicht mehr flugtauglich"

Der Chef der nationalen Flugsicherheitsbehörde, Nurcahyo Utomo, sagte, "die Maschine war nicht mehr flugtauglich". Das neu entwickelte Modell der Boeing 737 sei bereits bei einem Flug am Vortag nicht flugtüchtig gewesen.

Trotz mehrfacher erfolgloser Bemühungen, die Probleme zu beheben, habe Lion Air die Maschine fliegen lassen. Der Bordcomputer habe die Nase des Flugzeugs automatisch immer wieder nach unten gedrückt.

Probleme mit Anzeigen und Sensoren

Ersten Untersuchungen zufolge hatte die verunglückte Lion-Air-Maschine Probleme mit der Geschwindigkeitsanzeige und mit Windsensoren. Diesen Befund bestätigte der vorläufige Bericht. Auf eine eindeutige Absturzursache legten sich die Ermittler aber noch nicht fest. Ein  endgültiger Bericht wird nicht vor Ende des Jahres erwartet.

Bei dem Unglück am 29. Oktober kamen 189 Menschen ums Leben. Das Flugzeug vom Typ Boeing 737 MAX war eine halbe Stunde nach dem Start in Jakarta ins Meer gestürzt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 28. November 2018 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. November 2018, 19:55 Uhr