Israels Raumsonde Beresheet mit der SpaceIL Mondlandefähre wird von Opher Doron vorgestellt
Die 585 Kilogramm schwere israelische Raumsonde "Beresheet" zerbrach bei ihrer geplanten Mondlandung (Archivbild). Bildrechte: dpa

"Beresheet" Israelische Raumsonde bei Mondlandung zerschellt

Fast wäre Israel das vierte Land mit einer Mondlandung gewesen. Doch kurz vor dem Ziel scheiterte das Projekt. Bei ihrer geplanten Landung zerschellte die israelische Raumsonde "Beresheet" am Boden.

Israels Raumsonde Beresheet mit der SpaceIL Mondlandefähre wird von Opher Doron vorgestellt
Die 585 Kilogramm schwere israelische Raumsonde "Beresheet" zerbrach bei ihrer geplanten Mondlandung (Archivbild). Bildrechte: dpa

Die Landung der israelischen Raumsonde "Beresheet" (Genesis) auf dem Mond ist gescheitert. Die Israel Aerospace Industries (IAI) sprach am Donnerstagabend von einem "Defekt in dem Raumschiff". Nach Angaben der israelischen Non-Profit-Organisation SpaceIL, Betreiberin der Sonde, war ein wichtiger Motor beim Landemanöver ausgefallen. Die Kommunikation mit der Sonde ging verloren. Israel sei jedoch das siebte Land der Welt, dem es gelungen sei, in die Umlaufbahn des Mondes zu gelangen.

Nur drei Länder bisher auf dem Mond

Die 585 Kilogramm schwere israelische Raumsonde sollte planmäßig am Donnerstagabend auf dem Mond aufsetzen. Bei einem geglückten Manöver wäre Israel das vierte Land nach den USA, Russland und China gewesen, das eine Mondlandung geschafft hätte. "Beresheet" hätte zudem das erste private Weltraumgefährt auf dem Erdtrabanten sein können.

Netanjahu hofft auf neuen Versuch

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, er hoffe auf einen neuen Versuch binnen zwei bis drei Jahren. Der israelische Milliardär Morris Kahn, wichtigster Sponsor des 100 Millionen Euro teuren Projekts , sprach von einer "riesigen Errungenschaft" trotz der fehlgeschlagenen Landung. "Wir haben allen Grund, stolz zu sein." Die Sonde war seit knapp einer Woche um den Erdtrabanten gekreist und hatte dabei mehrere wichtige Manöver gemeistert.

Ende Februar gestartet

"Beresheet" war am 22. Februar vom US-Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral gestartet. Eine Falcon-9-Rakete des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk hatte sie ins All gebracht. Die Sonde legte seither rund 6,5 Millionen Kilometer zurück. Gebaut wurde "Beresheet" von dem Privatunternehmen SpaceIL in Zusammenarbeit mit Israeli Aerospace Industries ( IAI ), einem der größten Rüstungsunternehmen Israels.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. April 2019 | 22:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. April 2019, 23:25 Uhr