Ko Similan Insel
Um Umweltschäden zu vermeiden soll es künftig nur noch Tagestouristen auf der Insel Ko Similan geben. Bildrechte: IMAGO

Ko Similan Übernachtungsstopp für Touristen auf thailändischer Ferieninsel

Noch ist die thailändische Insel Ko Similan so etwas wie ein Geheimtipp bei Touristen. Doch die Zahl der Urlauber steigt und steigt. Die Regierung zieht deshalb die Reißleine und verbietet Übernachtungen, aus Umweltgründen.

Ko Similan Insel
Um Umweltschäden zu vermeiden soll es künftig nur noch Tagestouristen auf der Insel Ko Similan geben. Bildrechte: IMAGO

Auf der thailändischen Ferieninsel Ko Similan sind künftig keine Übernachtungen mehr erlaubt. Das berichtet die "Bangkok Post". Der Chef der zuständigen Meeresschutzbehörde begründete den Schritt mit steigenden Urlauberzahlen. Er sagte der Zeitung, es sei überwältigend, wie viele Touristen auf die Insel wollten. Um Umweltschäden auf der Insel zu verhindern, solle es künftig aber nur noch Tagesausflüge geben.

Wandern und tauchen weiter möglich

Der Behördenchef betonte, die Touristen könnten auch künftig auf Ko Similan wandern, schwimmen und tauchen. Am Ende des Tages müssten sie aber wieder runter von der Insel in der Andamanensee. Ko Similan gehört zu einem Nationalpark und liegt etwa eine Stunde Bootsfahrt von der thailändischen Westküste entfernt. Dort gibt es mehrere Bungalows und Campingplätze, die alle dem Staat gehören. Die Bungalows sollen jetzt umgebaut werden. Bislang galt die Insel bei Touristen noch quasi als Geheimtipp.

Ab Freitag wird Strand von Maya Bay gesperrt

Touristen besuchen den Strand der Maya Bay.
Der thailändische Strand Maya Bay ist ein Touristenmagnet. Jetzt wird er für vier Monate gesperrt. Bildrechte: dpa

Thailand hatte bereits Anfang des Jahres angekündigt, den Strand von Maya Bay auf der Inselgruppe Ko Phi Phi für vier Monate schließen zu wollen. Die Maßnahme tritt am Freitag in Kraft. Als Grund nannten die Behörden, dass sich die Korallenbänke dort erholen sollten. Ab Oktober dürfen dann täglich noch höchsten 2.000 Menschen an den Strand. Bislang sind es bis zu 5.000. Der Strand von Maya Bay mit seinem weißem Sand, de, türkisblauen Wasser und Palmen ist seit Jahren ein Magnet für Touristen. Er wurde durch den Hollywood-Film "The Beach" mit Leonardo DiCaprio weltbekannt.

Philippinische Insel Boracay komplett geschlossen

Auf den Philippinen wurde die beliebte Ferieninsel Boracay wegen Umweltproblemen dicht gemacht. Bis November dürfen keine Urlauber auf die Insel kommen. Eine Untersuchung hatte ergeben, dass viele Hotels ihr Abwasser samt Fäkalien direkt ins Meer leiten. Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hatte die Insel deswegen als "Kloake" bezeichnet. Die Schließung wird von der Armee überwacht. Die Zeit soll genutzt werden, um neue Abwasser- und Entwässerungssysteme zu bauen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 31. Mai 2018 | 07:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Mai 2018, 13:52 Uhr

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