Das Kreuzfahrtschiff «Viking Sky» driftet in Richtung Land.
Das Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" driftet in Richtung norwegischer Westküste. Bildrechte: dpa

"Viking Sky" in Seenot Verletzte bei Kreuzfahrtschiff-Evakuierung vor Norwegen

Vor Norwegen sind hunderte Menschen mit Helikoptern von einem havarierten Kreuzfahrtschiff gebracht worden. Unter ihnen sind auch 17 Verletzte. Die Evakuierung der auf einen Küstenhafen zuhaltenden "Viking Sky" wurde später gestoppt. Das Schiff mit fast 1.400 Menschen an Bord war bei schwerem Sturm mit Motorschaden in Seenot geraten.

Das Kreuzfahrtschiff «Viking Sky» driftet in Richtung Land.
Das Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" driftet in Richtung norwegischer Westküste. Bildrechte: dpa

Vor der Küste Norwegens sind hunderte Menschen von dem in Seenot geratenen Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" gerettet worden. Nach Angaben des südnorwegischen Rettungsdienstes konnten bis Sonntagvormittag 460 Menschen mit Hubschraubern an Land gebracht werden. 17 Menschen seien verletzt in Krankenhäuser eingeliefert worden. Unter ihnen seien auch drei Schwerverletzte.

Rettung nur per Helikopter möglich

Wegen des schweren Seegangs konnten die Rettungsboote bei der Evakuierung nicht genutzt werden. Auch die Rettung mit Helikoptern gestalte sich extrem schwierig, weil wegen des starken Sturms immer nur sehr wenige Menschen per Helikopter vom Schiff geholt werden konnten. Bei der Rettungsaktion waren fünf Hubschrauber im Einsatz, die im Idealfall maximal jeweils 15 bis 20 Menschen transportieren können.

Schiff läuft wieder mit eigener Kraft

Passagiere des Kreuzfahrtschiffes Viking Sky werden in eine Notunterkunft gebracht, nachdem sie mit einem Hubschrauber vom Schiff geholt wurden.
Gerettete Passagiere des Kreuzfahrtschiffes werden in eine Notunterkunft gebracht. Bildrechte: dpa

Nach Angaben des Rettungsdienstes wurde die Evakuierung des mit ursprünglich 915 Passagieren und 458 Besatzungsmitgliedern besetzten Schiffes am Vormittag unterbrochen. Hubschrauber sollten keine Menschen mehr von Bord der "Viking Sky" an Land fliegen, während Schlepper das Schiff in den Hafen der Stadt Molde bringen. Der Motorschaden des Kreuzfahrers war zuvor weitgehend behoben worden. Drei von vier Motoren liefen wieder, sodass das Schiff wieder mit eigener Kraft fahren konnte.

Zwischenzeitlich nur ein funktionierender Motor

Das Kreuzfahrtschiff Viking Sky driftet in Richtung Land. Das Kreuzfahrtschiff mit 1300 Passagieren an Bord ist vor der norwegischen Küste in Seenot geraten und hat ein Notsignal gesendet.
Das Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" hatte bei seiner Havarie fast 1.400 Menschen an Bord. Bildrechte: dpa

Der Kapitän der 227 Meter langen "Viking Sea" hatte am Samstagnachmittag nach einem Motorschaden den SOS-Notruf abgesetzt. Das unter norwegischer Flagge fahrende Schiff trieb danach bei starkem Wellengang, Sturm, Schnee und Hagel auf die Hustadvika-Küste bei Kristiansund zu. In dem Seegebiet, das als gefährlichster Abschnitt der norwegischen Westküste gilt, gibt es viele kleine Inseln und Riffe.

Auch Frachter mit Motorproblemen

Ein Frachter, der dem Havaristen am Samstag zu Hilfe eilen wollte, geriet während des Sturms ebenfalls in Seenot. Nach Angaben des Rettungsdienstes war bei dem Frachtschiff "Hagland Captain" ebenfalls ein Motor ausgefallen, woraufhin es Schlagseite bekommen habe. Die neun Besatzungsmitglieder konnten den Angaben zufolge aber alle gerettet werden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. März 2019 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. März 2019, 11:45 Uhr