Eine riesige Rauchwolke steigt über einer Lagerhalle auf.
Der Brand verursachte riesige Rauchsäulen, die zu Sichtbehinderungen führten. Bildrechte: MDR/TeleNewsNetwork

Kraftwerk Lippendorf Lagerhallen brennen kontrolliert ab

Seit Montagabend brennen drei Lagerhallen am Industriestandort Böhlen/Lippendorf. Die Bevölkerung war zunächst aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Löscharbeiten sollen Tage andauern.

Eine riesige Rauchwolke steigt über einer Lagerhalle auf.
Der Brand verursachte riesige Rauchsäulen, die zu Sichtbehinderungen führten. Bildrechte: MDR/TeleNewsNetwork

Am Kraftwerk Lippendorf im Süden Leipzigs sind am Montagnachmittag drei Lagerhallen in Brand geraten. Die Polizei sprach von einem "erheblichen Ausmaß". In den Hallen sei gepresster Plastikmüll gelagert worden. Das Feuer drohte auf eine vierte Halle überzugreifen, es kam zu massiver Rauchentwicklung.

Mülllagerhalle wird kontrolliert abgebrannt

"Das Kraftwerk selbst ist nicht betroffen", sagte ein Sprecher. Anwohner sind auch am Dienstagmorgen noch aufgerufen, Türen und Fenster nicht zu öffnen. Nach Polizeiangaben besteht aber keine Gefahr durch giftige Schadstoffe. Der Bereich um den Großbrand sollte gemieden werden.

Mehrere Feuerwehren sind noch immer im Einsatz, sie lassen die Anlage eigenen Aussagen zufolge kontrolliert abbrennen.

Löscharbeiten dauern bis Dienstagmorgen

Laut Polizei rechnen die Einsatzkräfte damit, dass die Löscharbeiten über mehrere Tage andauern werden. In der Gegend um die Ortschaften Gaulis, Espenhain und Rötha kam es zu erheblicher Sichtbehinderung wegen des dichten Rauchs. Im Verkehr kam es zu Einschränkungen. Verletzt wurde zunächst niemand. Weshalb das Feuer ausbrach, steht noch nicht fest.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. März 2018 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. März 2018, 08:18 Uhr