Die androide Roboterfrau "Elenoide" hebt bei ihrer Vorstellung auf dem "Zeitsprungkongress" der Technischen Universität (TU) Darmstadt den Finger.
Blick in die Zukunft – Roboterfrau "Elenoide" bei ihrer Vorstellung auf dem "Zeitsprungkongress" der Technischen Universität Darmstadt. Bildrechte: dpa

Experiment Täuschend echte Androidin für den Test am Menschen

"Elenoide" wurde in Japan gebaut – nach dem Vorbild einer Mitteleuropäerin. An der Technischen Universität Darmstadt wird die täuschend menschenähnliche Roboterfrau nun programmiert, um ihre Wirkung auf echte Menschen zu erforschen.

Die androide Roboterfrau "Elenoide" hebt bei ihrer Vorstellung auf dem "Zeitsprungkongress" der Technischen Universität (TU) Darmstadt den Finger.
Blick in die Zukunft – Roboterfrau "Elenoide" bei ihrer Vorstellung auf dem "Zeitsprungkongress" der Technischen Universität Darmstadt. Bildrechte: dpa

Sie ist 1,70 Meter groß, hat schulterlange, mittelblonde, teils echte Haare und Kleidergröße 36. Sie heißt "Elenoide" und kann ihr Gesicht ihre Arme, Hände und Finger bewegen – sowie ein wenig die Hüfte.

Zudem kann die Roboterdame sprechen, lächeln und verschiedene Gefühle ausdrücken. Damit ist sie nach Auffassung von Fachleuten in Europa einzigartig. Laufen jedoch kann das 45 Kilo schwere Unikat noch nicht.

Forscher der Technischen Universität Darmstadt wollen mit "Elenoide" untersuchen, wie Menschen auf menschenähnliche Roboter reagieren. Bei der Vorstellung am Freitag in Darmstadt löste "Elenoide" Faszination, aber bei einigen Gästen auch leichtes Unbehagen aus. Viele machten ein Selfie mit der Androidin, die sogar warme Hände aus Silikon hat.

Im Frühjahr soll "Eleonide" allein agieren

Ein Mann macht ein Selfie mit der androiden Roboterfrau Elenoide.
Ein Konferenzteilnehmer macht ein Selfie mit der androiden Roboterfrau "Elenoide". Bildrechte: dpa

Gekostet hat "Eleonide" knapp 500.000 Euro. Ihre Programmierung dürfte aber um ein Vielfaches teurer werden. Im Frühjahr 2019 soll die Roboterdame dann voraussichtlich halbwegs autonom sein und sich mit einem Menschen über ein Thema unterhalten können, so der Plan der Wissenschaftler der TU.

Ein Ziel ist beispielsweise, geeignete Arbeitsfelder zu finden – wie etwa an der Rezeption eines Unternehmens. Das Pharma- und Spezialchemieunternehmen Merck will "Elenoide" in verschiedenen Bereichen testen – und zugleich die Belegschaft auf den Einsatz neuer Technologien vorbereiten.  

Zuletzt aktualisiert: 26. Mai 2018, 02:47 Uhr

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4 Kommentare

27.05.2018 20:28 NRW-Wessi 4

Derartige Forscher sollten entsprechend bestraft werden. Wo fängt dieser Wahnsinn an, wie geht er weiter und wo hört er auf? Ich finde das einfach nur teuflisch und menschenverachtend.
So manche Verschwörungstheorie bekommt unter diesen Umständen eine ganz andere Bedeutung.

26.05.2018 14:46 Sabine Sonntag 3

Nun gibt es wirklich keinen Grund mehr, migrationsfördernde Politik zu wollen. Arbeitskräfte, die unsere Kultur respektieren, können also gebaut werden.

26.05.2018 10:44 Carsten 2

Tolle Sache, solche Roboter könnte man sicher in vielen Bereichen einsetzen, auch hier in Deutschland oder überhaupt Europa, aber hier wird sich ja schon wegen DSGVO in die Hose gemacht, da ist an semi-autonome Androiden gar nicht zu denken. Japan ist bei solchen Sachen sowieso viel aufgeschlossener, in China wird´s nicht viel anders sein - dort wird die Zukunft gemacht, während bei uns Bürokratie und Steinzeitreligionen boomen...

26.05.2018 03:28 Querdenker 1

Japan macht eine kluge Politik, welche sie wirtschaftlich stark voranbringen wird. Roboter mit etwas „Intelligenz“ werden die nächste große industrielle Revolution sein.

siehe „handelszeitung Japan setzt auf Roboter statt Einwanderung“

siehe Richard David Precht „Die Frauen, Sklaven und Ausländer der Zukunft werden Roboter sein.“

Deutschland sollte eigentlich daran arbeiten, die Arbeit abzuschaffen. Vor allem die ungesunde Arbeit siehe auch „sueddeutsche Bill Gates fordert Robotersteuer“

Stattdessen wird der Roboterbau (Kuka) an den chinesischen Staatskapitalismus verscherbelt siehe „tagesspiegel Angst vor dem technologischen Ausverkauf“