H&M
Logo der schwedischen Modekette H&M Bildrechte: IMAGO

Nach Protesten H&M schließt alle Geschäfte in Südafrika

Eine Werbung der schwedischen Modekette H&M sorgt dieser Tage für Negativschlagzeilen. Nun hat das Unternehmen sämtliche Läden in Südafrika geschlossen - aus Sicherheitsgründen, wie es heißt.

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Logo der schwedischen Modekette H&M Bildrechte: IMAGO

Die schwedische Modekette H&M hat in Südafrika nach eigenen Angaben alle Läden vorübergehend geschlossen. Zuvor war es vor etlichen H&M-Geschäften zu Demonstrationen gekommen, manche Läden wurden gestürmt.

Aktion von linker Gruppierung

Laut Polizei attackierten Anhänger der linken Gruppierung - Partei der Ökonomischen Freiheitskämpfer (EFF) - sechs Läden, unter anderem in Johannesburg. In einem Fall hätten Offiziere Gummigeschosse abgefeuert, um die Randalierer auseinanderzutreiben. In Videos sind umgeworfene Schaufensterpuppen und kaputte Spiegel zu sehen. Vom Mode-Unternehmen hieß es, es seien bei den Demonstrationen weder Kunden noch Mitarbeiter verletzt worden, doch gehe die Sicherheit vor. Deshalb habe man die Geschäfte erst einmal geschlossen.

Für Werbung entschuldigt

Parteimitglied Benjamin Disoloane von der EFF bezeichnete im südafrikanischen Fernsehsender News24 die Modekette als einen "rassistischen Laden". Die Bewegung wurde 2014 drittstärkste Partei in Südafrika.

Hintergrund für die Proteste ist die jüngste Werbung, die einen dunkelhäutigen Jungen zeigt, der einen Kapuzenpullover mit der Aufschrift "Coolster Affe im Dschungel" trägt. Nach der Kritik an dem Foto hatte sich H&M entschuldigt und das Bild zurückgezogen. Man glaube stark daran, dass Rassismus und Vorurteile, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt, inakzeptabel seien, erklärte die Modekette am Samstag.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. Januar 2018 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2018, 22:08 Uhr

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13 Kommentare

15.01.2018 11:26 Querdenker 13

Wir leben auf einem „Planet der Affen“.

Systematik: Affen < Altweltaffen < Menschenartige < Menschenaffen < Mensch

Ein intelligenter Trockennasenprimat (siehe wiki) sollte das wissen.

Die Filmreihe ist übrigens auch sehr gut. Gehören zu meinen Lieblingsfilmen.

Fährt H&M eine aggressivere Werbestrategie? siehe „stern So will H&M die Krise in den Griff kriegen“

Siehe „express Rassistische H&M-Werbung das sagt die Mutter des Jungen“
Zitat: „Den Rassismus-Vorwurf kann die gebürtige Nigerianerin jedoch nicht nachvollziehen. „Ich verstehe das wirklich nicht. Aber nicht, weil ich es nicht will, sondern weil das nicht meine Art zu denken ist.“

15.01.2018 06:33 Wo geht es hin? 12

@Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" - Zitat von Ihnen: "...man denke allein an den PEGAGA-Vorfall, bei dem ein Schwarzer in Dresden mit Affenlauten 'begrüßt' wurde...Zitat Ende. Welche soll das gewesen sein? Ich kann mich erinnern, dass ein dunkelhäutiger Redner bei PEGIDA (falls Sie diese meinen) stürmischen Applaus bekam. Aber Sie waren ja sicherlich persönlich vor Ort dabei und können aufklären?

14.01.2018 20:39 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 11

Hätte man Schwarze nicht auch schon als Affen diffamiert - man denke allein an den PEGAGA-Vorfall, bei dem ein Schwarzer in Dresden mit Affenlauten 'begrüßt' wurde - wäre auch diese "Werbung" nicht als rassistisch eingestuft worden.

14.01.2018 18:44 der_Silvio 10

@3 Hans; ganz richtig. Man sucht und konstruiert möglichst überall rechtsextremistisches und rassistisches Gedankengut hinein. Alles im vorauseilenden Gehorsam.

14.01.2018 17:57 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 9

@ 8:
Ich bin natürlich gegen Gewalt und Plünderungen.
Aber ich bin auch gegen Rassismus und andere Ausgrenzungen.

Es gibt leider immer noch welche, die Rassismus für so natürlich halten, daß er ihnen gar nicht auffällt. Das wird dann auch nicht mehr 'unterschwellig', sondern 'unbewußt' genannt.

14.01.2018 15:09 Karamba 8

Die haben die Läden übrigens noch geplündert, dafür war die "rassistische" H&M-Ware den linken Verbechern offenbar gut genug. Wasser predigen und Wein saufen, typisch links. Und immer wieder Medien und Politiker, die das ok bzw. "verständlich" finden. Und natürlich Krause und Mediator.

14.01.2018 13:58 Susi 7

also man sollte auch die Kirche im Dorf lassen immer und immer wieder diese Worte , grauenvoll, richtig die sollen die Läden in Afrika geschlossen lassen, haben diese sich selber zu zuschreiben,
Afrika ist ein Land ohne Boden, keine Gelder mehr sondern nur noch Ware dort dort hinn senden mehr nicht.

14.01.2018 12:40 ralf meier 6

Wenn man sich mal so vergegenwärtigt, was heute alles so als Rassismus bezeichnet wird, könnte man auf die irrige Idee kommen, Rassismus wäre gar nicht so schlimm.

14.01.2018 12:31 KeyserSöze 5

@2 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" -
Zitat "Man kann sich die Werbeabteilung kaum vorstellen, die das Ding als 'originelle Idee' realisiert hat."
Sie vielleicht nicht, weil Sie in Ihrem Kopf latent oder offen immer unterschiedliche "Gut-Böse-Klisschees" wahrnehmen, wenn Sie unterschiedliche Hautfarben sehen.

Vielleicht ist aber die Werbeabteilung von H&M tatsächlich so lange schon in einem toleranten und wirklich multikulturellen Umfeld aktiv, in dem ein kleiner Junge in einem grünen Pullover einfach nur ein kleiner Junge in einem grünen Pullover ist - egal ob seine Haut braun, weiss oder sonst was ist?

Viel schlimmer aus meiner Sicht: Wie muss sich der Junge fühlen, der nun von einem Musiker (der selbst keine Kinder hat, aber aktuell etwas fehlenden Musik-Erfolg) so in das Kreuzfeuer einer sinnlosen weltweiten Rassismus-Kampagne geschoben wurde?

14.01.2018 11:27 Margit 4

Was jetzt alles als Rassismus bezeichnet wird. Dafür muss man (in diesem Fall) die Schrift des Pullis übersetzen.