Satellitenbild zeigt den Hurrikan Michael im Golf von Mexiko
Das Satellitenbild zeigt den Hurrikan "Michael" im Golf von Mexiko Bildrechte: Uncredited/NOAA/AP/dpa

Florida "Monster"-Hurrikan "Michael" richtet schwere Schäden an

Hurrikan "Michael" hat in Florida massive Schäden angerichtet. Mit 250 Kilometern pro Stunde traf der Wirbelsturm der zweithöchsten Kategorie auf Land. Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben.

Satellitenbild zeigt den Hurrikan Michael im Golf von Mexiko
Das Satellitenbild zeigt den Hurrikan "Michael" im Golf von Mexiko Bildrechte: Uncredited/NOAA/AP/dpa

Mit Windgeschwindigkeiten von 250 Kilometern in der Stunde ist Hurrikan "Michael" auf die Küste Floridas getroffen und hat dort massive Schäden angerichtet. Wie die Polizei mitteilte, wurden in dem US-Bundesstaat vier Menschen getötet. In einem der Fälle starb ein Mann, als ein Baum auf das Dach seines Hauses stürzte. Zwei weitere Todesfälle gab es in den Bundesstaaten Georgia und North Carolina.

Der Gouverneur von Florida, Rick Scott, erklärte, Such- und Rettungsmannschaften seien in den betroffenen Gebieten im Einsatz. Große Teile mehrerer Ortschaften wurden durch den Hurrikan zerstört, Häuser stürzten ein, Bäume knickten reihenweise um. Hunderttausende Menschen waren ohne Strom. Dem Wirbelsturm fehlten zwischenzeitig nur zwei Kilometer pro Stunde, um die höchste Hurrikan-Kategorie 5 zu erreichen.

Auch in den Bundesstaaten Georgia, Virginia sowie in North und South Carolina waren heftige Regenfälle durch "Michael" erwartet worden. Dort wurde der Wirbelsturm jedoch wieder auf die niedrigste Kategorie 1 herabgestuft.

Zu "Monster" ausgewachsen

Der Meteorologe Dennis Feltgen vom Nationalen Hurrikanzentrum erklärte, es handele sich um den stärksten Hurrikan seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, der Floridas Panhandle getroffen habe. Als Panhandle (zu Deutsch: Pfannenstiel) wird jener nordwestliche Zipfel des Bundesstaates Florida bezeichnet, der außerhalb der Florida-Halbinsel liegt.

Donald Trump
Trump: "Vom kleinen Sturm zum Monster ausgewachsen." Bildrechte: imago/UPI Photo

US-Präsident Donald Trump hatte vor der Ankunft des Hurrikans nach einem Treffen mit dem Chef der Katastrophenschutzbehörde Fema gesagt, der ursprünglich kleine Sturm habe sich zu einem "Monster" ausgewachsen. Tatsächlich war "Michael" am Dienstag zunächst zu einem Hurrikan der Kategorie 3 und in der Nacht zu Mittwoch in die Kategorie 4 hochgestuft worden. Trump kündigte seinen Besuch in dem betroffenen Gebiet an.

"Schlimmster Sturm seit 100 Jahren"

Umgeknickte Bäume nach Hurrikan "Michael"
Im US-Bundesstaat Florida richtete Hurrikan "Michael" massive Schäden an. Bildrechte: dpa

Gouverneur Scott hatte schon am Mittwochmorgen gewarnt: "Das ist der schlimmste Sturm, den die Florida-Panhandle in hundert Jahren gesehen hat." Seinen Angaben zufolge wurden 1.000 Rettungskräfte und 3.500 Angehörige der Nationalgarde in Florida in Bereitschaft versetzt, um nach dem Durchzug von "Michael" zum Einsatz zu kommen.

Zur Flucht aus den Küstengebieten sei es in den letzten Stunden vor Hurrikan "Michael" für viele bereits zu spät gewesen, da das Reisen nicht mehr sicher gewesen sei. Scott zeigte sich enttäuscht, weil viele Menschen zuvor der Aufforderung nicht nachgekommen waren, das Gebiet zu verlassen.

Folgen nach Hurrikan "Florence"

Erst Mitte September hatte Tropensturm "Florence" die Südostküste der USA getroffen und vor allem in North und South Carolina schwere Überschwemmungen verursacht. Mehrere Dutzend Menschen kamen durch "Florence" und die Folgen des Sturms ums Leben.

Der US-Bundesstaat Florida: Im Nordwesten außerhalb der Halbinsel ist das Panhandle

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 10. Oktober 2018 | 21:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Oktober 2018, 02:41 Uhr