Ein Mann inspiziert den Schaden seines Hauses, das durch ein Erdbeben zerstört wurde
Zerstörte Häuser auf der Ferieninsel Lombok. Bildrechte: dpa

Urlaubsinsel Tote bei Nachbeben auf Lombok

Die indonesische Urlaubsinsel Lombok kommt nicht zur Ruhe. Immer wieder wird sie teils schweren Nachbeben erschüttert. Bereits beschädigte Häuser stürzen ein. Die Zahl der Toten steigt weiter.

Ein Mann inspiziert den Schaden seines Hauses, das durch ein Erdbeben zerstört wurde
Zerstörte Häuser auf der Ferieninsel Lombok. Bildrechte: dpa

Die indonesische Urlaubsinsel Lombok ist erneut von schweren Nachbeben erschüttert worden. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde kamen bei einem Beben am Donnerstag mindestens drei Menschen ums Leben. Mehr als 24 seien verletzt worden. Zahlreiche Gebäude stürzten ein, die bereits bei dem schweren Beben am Sonntag beschädigt worden waren.

Zahl der Toten steigt weiter

Den Behörden zufolge gab es seit Wochenbeginn mehr als 450 Erdstöße. Die Zahl der Toten stieg nach jüngsten Angaben auf mehr als 320. Unter den Trümmern werden weitere Opfer vermutet.

Mehr als 1.000 Verletzte werden noch in Krankenhäusern behandelt. Etwa 270.000 Menschen sind obdachlos geworden und können noch nicht in ihre Unterkünfte zurück. Insgesamt wurden annähernd 70.000 Häuser beschädigt, dazu kommen noch Schulen und Moscheen.

Ein Großteil von Nord-Lombok ist noch immer ohne Strom. In der Region mangelt es an Wasser, Lebensmitteln und Zelten. Das indonesische Rote Kreuz richtete zehn mobile Krankenhäuser im Norden der Insel ein.

Touristen ausgeflogen

Tausende Touristen haben die Nachbarinsel von Bali inzwischen verlassen. Sie wurden zum Teil mit Sonderflügen von der Insel gebracht.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder bebt dort die Erde, oder es brechen Vulkane aus.

Pazifischer Feuerring Der "Pazifische Feuerring" ist ein Vulkangürtel um den Pazifischen Ozean. Über rund 40.000 Kilometer erstreckt er sich von Süd- und Nordamerika hoch in den Süden Alaskas. Von dort reicht er von den Aleuten und Kurilen nach Japan, die Philippinen und Indonesien, Papua-Neuguinea und die südwestpazifischen Inseln bis nach Neuseeland.

Weil sich entlang des Rings die Erdplatten sehr häufig verschieben, ereignen sich in der Region 90 Prozent der Erdbeben weltweit. Auch liegen in dem Feuerring fast 90 Prozent der weltweit rund 1.500 aktiven Vulkane.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 10. August 2018 | 08:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. August 2018, 09:17 Uhr