Mark Zuckerberg vor Logo, Fotomontage, 2016
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat zurzeit ganz schön viel zu erklären. Bildrechte: IMAGO

Private Nachrichten veröffentlicht Neue Datenpanne bei Facebook

Was nur engste Freunde lesen sollten, war plötzlich in aller Öffentlichkeit zu sehen. 14 Millionen Facebook-Nutzer waren betroffen. Der Konzern spricht von einem Software-Fehler, der inzwischen behoben worden sei.

Mark Zuckerberg vor Logo, Fotomontage, 2016
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat zurzeit ganz schön viel zu erklären. Bildrechte: IMAGO

Bei Facebook hat es erneut eine Datenpanne gegeben. Wie das weltgrößte Netzwerk mitteilte, wurden durch einen Software-Fehler vorübergehend private Mitteilungen öffentlich sichtbar.

Betroffen waren nach Facebook-Angaben rund 14 Millionen Nutzer. Der Fehler trat demnach zwischen dem 18. und 27. Mai auf. Das Problem sei inzwischen behoben. Allerdings hätten nicht alle betroffenen Beiträge geändert werden können. Deshalb würden nun die betroffenen Nutzer kontaktiert.

60 Firmen hatten Zugriff auf Kunden-Daten

Facebook steht seit Monaten unter massivem Druck. Auslöser war der Datenskandal um Cambridge Analytica. Die britische Firma hatten die persönlichen Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern für den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump missbraucht. Inzwischen wurde bekannt, dass Facebook rund 60 Firmen auf Kunden-Daten hatte zugreifen lassen – darunter Apple, Blackberry, Microsoft und Huawei.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. Juni 2018 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Juni 2018, 07:48 Uhr

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4 Kommentare

08.06.2018 11:21 Manistbestandteildesmediensystems (Haseloff) 4

Wir hatten das doch gerade?!

Ich hab's schon vor drei Wochen geschrieben. FB LÜGT wie gedruckt und sein Repräsentant Zuckerberg dito. Nichts ist als "Ausrede" bescheuert und dämlich genug, um nicht von den Knechten des Kapitals aka "unsere Politiker" willig geschluckt zu werden. Und die allerallerdämlichste und den Adressaten regelrecht verhöhnenden Ausflucht ist die "Computerpanne".

Für Zuckerberg und Co. sind gewählte Politiker Hampelmänner und das Niveau der "Auseinandersetzung" entsprechend. Und dialektisch betrachtet hat er damit recht.

08.06.2018 10:57 Thomas 3

Der Titel ist falsch. Facebook ist(!) die Datenpanne. Neben einigen anderen mehr...

08.06.2018 10:07 NRW-Wessi 2

Facebook?
Gibt es noch immer Leute, die bei diesem Datenkraken angemeldet sind und ihm persönliche Dinge anvertrauen?
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man nicht alles mitmachen muss und trotzdem nicht von der Außenwelt abgeschnitten ist.
Bei mir funktioniert Kommunikation im persönlichen Gespräch, per Festnetz, GSM-Handy oder manchmal auch per e-Mail.
Braucht man wirklich mehr?
Wird einem nicht nur suggeriert, dass man angeblich mehr braucht, um leichter und zahlreicher an Daten zu kommen, die inwischen zu einer heiß begehrten "Ware" geworden sind?
Was würden Honecker und Mielke sagen, wenn sie wüssten, wie blauäugig sich Milliarden Menschen ihre Stasi-Akten selbst erstellen, die in gigantischen NSA-Servern in Utah/USA gespeichert werden ?

08.06.2018 09:56 Kein Facebook Nutzer 1

Facebook? Nein Danke! Aber in Zeiten der Wichtigtuer und Selbstdarsteller für diese Personengruppe eben unverzichtbar. Man pocht zwar auf Datenschutz, gibt aber dort seine intimsten Fotos und Details preis die z.T. für jedermann einsehbar sind. Was für eine schizophrene Gesellschaft!