Nach Schiffsuntergang "Grande America" verliert weiter Öl

Aus dem am Dienstag vor der französischen Atlantikküste untergegangenen Frachtschiff "Grande America" tritt weiter Öl aus. In Aufnahmen eines Überwachungsflugzeugs ist ein neuer Ölteppich zu sehen.

Nach dem Untergang des Frachtschiffs "Grande America" vor der französischen Atlantikküste ist ein neuer Ölteppich entdeckt worden. Er ist rund 4,5 Kilometer lang und 500 Meter breit, teilte die Meerespräfektur in Brest mit. Der Ölteppich war von einem Überwachungsflugzeug am Freitag entdeckt worden.

Auf dem aus Hamburg kommenden Containerschiff «Grande America» ist vor der französischen Atlantikküste ein Brand ausgebrochen.
Das Feuer auf dem Frachtschiff bei Nacht. Bildrechte: dpa

"Die Beobachtung bestätigt, dass noch immer Schweröl aus dem Wrack freigesetzt wird ", heißt es in einer Erklärung der Präfektur. Das Öl stammt aus den Treibstofftanks des Frachters. Zwei weitere kilometerlange Ölteppiche waren in den vergangenen Tagen aufgetaucht. Sie treiben nach Angaben der Behörden mit einer Geschwindigkeit von etwa 35 km pro Tag auf die Küste zu und könnten diese in wenigen Tagen erreichen. Dort droht eine Ölpest.

Die unter italienischer Flagge fahrende "Grande America" war am Dienstag im Atlantik rund 330 Kilometer vor der westfranzösischen Küstenstadt La Rochelle gesunken. Sie war auf dem Weg vom Hamburger Hafen nach Marokko, als an Bord Feuer ausbrach. Das Schiff hatte auch Container mit gefährlichen Stoffen sowie über 2.000 Fahrzeuge an Bord. Am Freitag wurden zwei Container entdeckt, die im Meer treiben.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. März 2019 | 16:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. März 2019, 16:48 Uhr