Frankreichs Atltantikküste - hier droht nach dem Untergang eines Frachters eine Ölpest.
Frankreichs Atltantikküste bei La Rochelle. Hier droht nach dem Untergang eines Frachters eine Ölpest. Bildrechte: dpa

Nach Schiffsunglück Französischer Westküste droht Ölpest

Ein Ölteppich breitet sich vor Frankreichs Küste aus. Er stammt aus dem italienischen Frachter "Grande America", der am Dienstag rund 330 Kilometer westlich der Atlantikküste gesunken war. Die Behörden schlagen Alarm.

Frankreichs Atltantikküste - hier droht nach dem Untergang eines Frachters eine Ölpest.
Frankreichs Atltantikküste bei La Rochelle. Hier droht nach dem Untergang eines Frachters eine Ölpest. Bildrechte: dpa

Nach dem Untergang des Frachtschiffs "Grande America" im Golf von Biskaya rechnen die französischen Behörden mit starken Umweltverschmutzungen. Beobachtungen aus der Luft zeigten, dass sich ein Ölteppich gut 330 Kilometer westlich der französischen Küste ausbreite, teilte die Meerespräfektur in Brest mit.

Derzeit sei die Ölfläche über der Unglücksstelle rund zehn Kilometer lang und einen Kilometer breit. Wegen des Windes aus westlicher Richtung sei "in einigen Tagen" zu befürchten, dass das Öl bei La Rochelle, nördlich von Bordeaux, an die Küste gespült werde. Die Behörden schickten ein Spezialschiff los, das Öl beseitigen kann.

Auch gefährliche Stoffe und Autos an Bord

Das brennende Frachtschiff "Grande America" sank am Dienstag vor der französischen Küste. Nun droht eine Ölpest.
Das brennende Frachtschiff "Grande America" sank am Dienstag. Bildrechte: dpa

Die "Grande America" gehört zur italienischen Grimaldi-Gruppe. Den Angaben zufolge hat sie rund 2.200 Tonnen Heizöl geladen. Außerdem seien 45 Container mit "gefährlichen Stoffen" an Bord. Um welche Stoffe es sich dabei handelt, teilte die Meerespräfektur nicht mit. Ein Risiko gehe derzeit vor allem von dem Öl aus, betonte sie.

Auf dem Frachter war am Sonntag auf dem Weg vom Hamburger Hafen nach Casablanca in Marokko ein Feuer ausgebrochen. Am Dienstag sank das Schiff. Alle 27 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. An Bord waren auch rund 2.000 Fahrzeuge.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. März 2019 | 07:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2019, 13:49 Uhr

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4 Kommentare

14.03.2019 16:54 Markus V. 4

Ich wohne auch in dem betroffenen Gebiet und ich finde keinen der unsäglichen Kommentare witzig, angebracht oder geistreich. Nach der letzten Ölpest an der französischen Küste waren tausende Freiwillige Ewigkeiten damit beschäftigt, die Ölklumpen aus Felsen, Tieren und Stränden zu entfernen - TÄGLICH! Jeden Morgen sah es dann wieder genauso aus, wie am Tag zuvor. Viele Menschen haben die Region verlassen, weil sie hier keine Lebensgrundlage mehr hatten (Fischer, Austernzüchter, Ferienhausvermieter). Wie bescheuert muss man sein, von Glück zu sprechen oder über Plastiktüten zu fabulieren. Sorry, mir fällt im Moment leider nichts diplomatischeres ein.

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

14.03.2019 15:56 optinator 3

Ist die Krankheit ansteckend ?

14.03.2019 14:55 POPO 2

Aber wehe, wenn eine Plastiktüte im Meer schwimmt

14.03.2019 13:24 Klaus Pfister 1

2000 weniger Dreckschleudern auf auslaendischen Strassen unterwegs! Der Oelteppich wird sich schon einfangen und beseitigen lassen!