Ausschnitt eines Ziffernblatts, bei dem die Ziffer 2 durch ein Eiskristall-Symbol und die Ziffer 3 durch das Symbol einer Sonne ausgetauscht wurde. Außerdem wurde die Bewegung des kleinen Zeigers von der Sonne in Richtung des Eiskristalls stilisiert.
Seit 1980 werden die Uhren in Deutschland Ende März um eine Stunde vorgestellt. Ende Oktober geht es zurück zur Winterzeit. Bildrechte: IMAGO

4,6 Millionen Teilnehmer Rekord bei Sommerzeit-Umfrage

Die halbjährliche Zeitumstellung bewegt viele Menschen in der Europäischen Union. An einer Online-Befragung der EU-Kommission nahmen mehr als 4,6 Millionen Menschen teil. Brüssel sprach von einem Teilnehmerrekord.

Ausschnitt eines Ziffernblatts, bei dem die Ziffer 2 durch ein Eiskristall-Symbol und die Ziffer 3 durch das Symbol einer Sonne ausgetauscht wurde. Außerdem wurde die Bewegung des kleinen Zeigers von der Sonne in Richtung des Eiskristalls stilisiert.
Seit 1980 werden die Uhren in Deutschland Ende März um eine Stunde vorgestellt. Ende Oktober geht es zurück zur Winterzeit. Bildrechte: IMAGO

Die EU-Umfrage zu einer möglichen Abschaffung der Zeitumstellung ist auf ungewöhnlich großes Interesse gestoßen. Wie die EU-Kommission am Freitag mitteilte, gingen seit Anfang Juli mehr als 4,6 Millionen Antworten ein. Den Angaben zufolge haben sich noch nie mehr Menschen an einer öffentlichen EU-Befragung beteiligt.

Auswertung folgt

Ein Ergebnis liegt noch nicht vor. Die Antworten müssen noch ausgewertet und dann in einem Bericht zusammengefasst werden. Alle EU-Bürger konnten sechs Wochen lang online Fragen zur Zeitumstellung und Sommerzeit beantworten. Die Befragung war in der Nacht zum Freitag zu Ende gegangen.

Die Teilnehmer wurden befragt, welche Erfahrungen sie mit dem Wechsel von Winter- auf Sommerzeit gemacht haben. Gefragt wurde auch, ob die Menschen die Zeitumstellung im Frühjahr und im Herbst abschaffen oder lieber beibehalten wollen. In einem Textfeld konnten persönliche Anmerkungen gemacht werden.

Ergebnis nicht bindend

Bei der Befragung handelt es sich jedoch nicht um ein Referendum. Das Ergebnis ist weder für die Kommission noch den Europäischen Rat noch das Parlament bindend.

Die EU-Kommission befragt EU-Bürger regelmäßig zu aktuellen Themen. Bisher lag der Spitzenwert einer solchen Umfrage nach Angaben der Behörden 2015 bei 550.000 Antworten. Damals ging es um das Thema- und Tierschutz. Diese Marke war bei der Sommerzeit-Umfrage schon nach drei Tagen erreicht.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. August 2018 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. August 2018, 15:08 Uhr

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14 Kommentare

19.08.2018 14:08 Querdenker 14

Die Europäische Union ist ein Projekt des globalisierenden Kapitalismus. Es steht aus meiner Sicht für Lohndumping (Arbeitnehmerfreizügigkeit), Sozialabbau unter dem Deckmantel der Wettbewerbsfähigkeit und Entdemokratisierung der Nationalstaaten (immer mehr wird in Brüssel bestimmt). Mit der Europäischen Union hat der Kapitalismus die Möglichkeit, das Rad der Geschichte noch mal ein Stück weit zurückzudrehen.

siehe „kurier Ist der Wohlfahrtsstaat am Ende?“

Zitat: „In einem Interview mit der Zeitung Wall Street Journal sprach Draghi Klartext: "Das europäische Sozialmodell ist Vergangenheit." ...“

Diese *nicht* repräsentative Umfrage zur Zeitumstellung mutet wie ein Feigenblatt an, was sich über dieses undemokratische neoliberale kapitalistische Projekt EU legt.

19.08.2018 09:54 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 13

@ 11:
Zitat "Ihr Beitrag 8 diente vorrangig dazu zu provozieren. Was viel über Sie aussagt. Sie konnten es einfach nicht lassen, nur zum Artikel einen Beitrag zu verfassen. Sie mussten auch noch gegen andere Kommentatoren sticheln, um ihren Kleinkrieg zu führen."

Siehst Du? Hier hätte das Wort "mutmaßlich" wirklich gepaßt!

Daß man nun schon mit demokratie- oder europafreundlichen Aussagen 'provoziert', liegt nun aber nicht an mir...

18.08.2018 22:31 Querdenker 12

Es handelt sich um eine *nicht* repräsentative Umfrage. Im Schulunterricht sollten das auch sehr viele gehabt haben, wo es um Statistiken und repräsentative Erhebungen geht (siehe „wiki Repräsentativität“). Dürfte also für die meisten nicht überraschend sein. Ist Grundwissen und zudem auch politische Bildung.

siehe „zdf Rekordbeteiligung bei EU-Umfrage zur Zeitumstellung“

Zitat: „Die nicht repräsentative Umfrage ist dabei nur ein Teil der Bewertung, aber nicht verbindlich.“

18.08.2018 22:30 Querdenker 11

@Krause 10

Europa hat etwa 741 Millionen Einwohner. Davon abgesehen, beschäftigen Sie sich damit, was repräsentativ überhaupt bedeutet (siehe „wiki Repräsentativität“), dann merken Sie vielleicht, was für einen Unsinn Sie da schreiben.

Schon mal überlegt, warum man bei manchen Formulierungen das Wort „mutmaßlich“ benutzt?

Mainstream sollte eigentlich nur unterstreichen, dass das Ergebnis vorhersehbar ist (Hauptströmung). Ich habe es nicht im negativen Sinne gebraucht. Das Sie das missdeuten ist interessant.

„Die Anstalt“ ist eine politische Unterhaltungssendung, bei der Missstände auf den Punkt gebracht werden. Natürlich wird dort auch politische Bildung mit transportiert.

Ihr Beitrag 8 diente vorrangig dazu zu provozieren. Was viel über Sie aussagt. Sie konnten es einfach nicht lassen, nur zum Artikel einen Beitrag zu verfassen. Sie mussten auch noch gegen andere Kommentatoren sticheln, um ihren Kleinkrieg zu führen.

18.08.2018 21:05 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 10

@ 9:
Wenn sich in Europa 4,6 Millionen Menschen die 'Mühe' machen, an dieser Umfrage teilzunehmen, kann man das Ergebnis dieser Umfrage sicherlich 'repräsentativ' nennen. Aber dazu gezwungen wird natürlich niemand!

Zitat "Die Umfrage dient auch mutmaßlich dazu... "
Über Mutmaßungen muß man nicht diskutieren: es sind halt nur Mutmaßungen.

"Mainstream-Thema":
Na, für Dich ist es offensichtlich auch 'main stream' - sonst würdest Du hier ja nicht kommentieren.

'Die Anstalt' ist sicherlich nicht für die Bildung, sondern für die Unterhaltung zuständig. Das solltest Du nicht verwechseln.

18.08.2018 17:43 Querdenker 9

@Krause 8

Mit (direkter) Demokratie hat diese Umfrage wenig zu tun. Jedenfalls nicht in dem Sinne, wie Sie hier suggerieren.

Die Umfrage ist (im Gegensatz zu der die ich genannt habe) nicht repräsentativ. Mit einem Namen und einer E-Mail-Adresse konnte man mitmachen. Wer kontrolliert das? Was schon mal über die Qualität etwas aussagt.

Die Umfrage gehört zu einer politischen Kampagne (siehe „tagesschau Rekordteilnahme an Sommerzeit-Umfrage“) gegen die Zeitumstellung. Das ist nicht negativ, aber hat eben nichts mit Referendum und Volksabstimmung zu tun.

Die Umfrage dient auch mutmaßlich dazu, das Image der EU zu verbessern zu einem „Mainstream-Thema“. Der grundsätzliche Ausgang der Umfrage ist sehr vorhersehbar. In vielen EU-Ländern wird es repräsentative Umfragen zu dem Thema in der Vergangenheit gegeben haben.

Wer was über EU-Demokratie wissen will, schaut nach „Wie funktioniert Demokratie in der EU Die Anstalt“

18.08.2018 10:50 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 8

@ 6 & 7:
Tja, nun müssen wir einfach mal das Ergebnis dieser Umfrage abwarten... und dann könnte vllt. etwas entstehen, das Euch die 'europäische Demokratie' etwas 'schöner' erscheinen läßt:

nämlich eine europäische demokratische Entscheidung, die auch noch auf Euer Wohlwollen trifft!

Das muß man dann erstmal verkraften und ordentlich einordnen können...

17.08.2018 19:45 Querdenker 7

Umfrage aus dem Jahr 2014:

siehe „derwesten Viele Deutsche hätten gerne das ganze Jahr über Sommerzeit“

Zitat: „71 Prozent möchten ihre Uhren nicht mehr zurücksetzen. Darunter hätte viele gerne für immer die Sommerzeit.“

17.08.2018 18:22 Blumenfreund 6

Am besten wäre es, immer die Sommerzeit zu belassen. Da ist es eine Stunde länger hell, und somit eine Stunde Licht/Strom sparen. Und das Europaweit!

17.08.2018 15:47 sh 5

Mir wäre lieber wenn wir über wichtige Fragen abstimmen würden und nicht über belanglose Dinge. Aber da traut man sich nicht ran. Die Europawahl wird zeigen, was die Menschen davon halten. Im übrigen sind 4,6 Millionen ja eher verschwindend gering, dafür muss man sich nicht feiern.