Winterdienst auf der Autobahn 4 auf Höhe Anschlussstelle Bautzen Ost
Der Winterdienst hat auf der A4 bei Bautzen Ost viel zu tun. Bildrechte: Lausitznews/Jens Kaczmarek

Heftige Schneefälle Behinderungen auf Autobahnen und Flughäfen

Vor allem in Sachsen und Bayern legt Schnee den Verkehr lahm. Auf den Straßen kam es zu vielen Unfällen. Der Betrieb am Dresdner Airport kam völlig durcheinander. In Oberwiesenthal freut man sich auf Wintersportler.

Winterdienst auf der Autobahn 4 auf Höhe Anschlussstelle Bautzen Ost
Der Winterdienst hat auf der A4 bei Bautzen Ost viel zu tun. Bildrechte: Lausitznews/Jens Kaczmarek

An einigen deutschen Flughäfen hat der Winter den Betrieb völlig durcheinander gebracht. So strich am Sonntag der Airport in Dresden nach MDR-Informationen alle geplanten Flüge. Ankommende Maschinen werden nach Leipzig und Berlin-Schönefeld umgeleitet. Erst ab Montag 7 Uhr soll demnach wieder ein Flugzeug in Dresden starten oder landen.

In München mussten nach Angaben eines Flughafen-Sprechers am Sonntag knapp 120 Flüge abgesagt werden. Auch der Nürnberger Flughafen war von heftigen Schneefällen betroffen. Die Auswirkungen waren an vielen anderen deutschen Flughäfen spürbar. In Leipzig wurden am Sonntag insgesamt acht Verbindungen von und nach München gestrichen.

Behinderungen auf Straßen in Sachsen und Thüringen

Auf vielen Straßen in Sachsen und Thüringen ging nach Informationen des MDR nichts mehr. Besonders betroffen war die Autobahn 4. Dort kam es am Sonntagnachmittag in beiden Richtungen zu Unfällen und Staus. Polizeiangaben zufolge gab es im Großraum Dresden bis zum Nachmittag 90 Unfälle, in der Region Chemnitz waren es 70. Die Deutsche Bahn meldete Probleme zwischen Ostrau und Riesa. Dort habe sich eine dicke Eisschicht auf der Oberleitung gebildet.

In Thüringen kam es zu Unfällen auf den Autobahnen 4 und 9. Staus bildeten sich unter anderem am Hermsdorfer Kreuz. Auch auf vielen Bundesstraßen ereigneten sich Unfälle.

Im Erzgebirge sorgte Schnee ebenfalls für Chaos. Unter anderem musste das Zweitliga-Fußballspiel FC Erzgebirge Aue gegen 1. FC Köln abgesagt werden. Die Wintersport-Wettkämpfe in Altenberg und Klingenthal konnten nur eingeschränkt stattfinden. Oberwiesenthal bereitet sich dagegen auf einen Gästeansturm vor, da in Berlin und Brandenburg die Ferien begonnen haben.

Am Brenner in Südtirol hat sich die Lage derweil entspannt. Nach dem Schneechaos am Samstag wurde die Brennerautobahn wieder für den Verkehr geöffnet. Es könne aber weiterhin zu kritischen Situationen kommen, teilte der Südtiroler Zivilschutz. Am Samstag hatte ein Lawinenabgang den Verkehr auf der Autobahn zum Erliegen gebracht. Tausende Menschen saßen in ihren Autos fest. Ein griechischer LKW-Fahrer starb nach Polizeiangaben in seinem Fahrzeug an Herzversagen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 03. Februar 2019 | 19:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Februar 2019, 17:38 Uhr

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11 Kommentare

04.02.2019 03:29 Sabrina 11

Ja Lars - die im Physik-Unterricht aufgepasst haben, die wissen, dass unter Atmosphärischem Druck die Energie über Stöße zwischen den Molekülen übertragen wird.
Ein Anstieg von 1 ppm (parts per million) CO2 soll nun bei gleichzeitiger Abnahme von Sauerstoff in der Atmosphäre zu einer katastrophalen Ererwärmung führen.
Sowas funktioniert nur religiös. physikalisch ist das nicht möglich.
Zudem ist die Erde kein geschlossenes System, sondern strahlt bei Erwärmung auch mehr Energie ab.
Folgerichtig hat sich die dramatische Erderwärmung bisher nicht eingestellt.
Und wenn es dann kalt ist, wird die Lüge halt nachjustiert.

03.02.2019 23:38 Montana 10

03.02.201918:51 Morchelchen : Eher nicht, denn tagelang minus 40 Grad, wie in Amerika, könnten wir sicherlich auch nicht verkraften, oder?
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Wenn man die Leute so reden hört, regen sie sich auf wenn es mal 5 Grad unter null ist. aber das dicke Ende kommt. Wohl nicht wie in Amerika, aber der Februar ist noch nicht vorbei. Es kann noch sehr kalt werden.

03.02.2019 21:32 Nelly 9

Lächerlich, lieber MDR! Es ist Schnee gefallen, im Februar. Hier gerade einmal 20 cm an einem Tag am Rand des Osterzgebirges. Was ist daran im Winter ungewöhnlich? Ausser das Unvermögen gewisser.....! Aber das darf man ja hier im Lande nicht mehr offen sagen, schreiben....! Trotz GG, Stichwort Meinungsfreiheit.

03.02.2019 21:08 Ulrich Schönherr 8

das waren die gemeldeten Schneeschauer,
was solls, 40 cm bei uns an einem Tag,
da lag die Meldung von gestern doch einiges daneben

03.02.2019 20:32 Lars vom Mars 7

Manche haben das Verhältnis von Wetter und Klima immer noch nicht verstanden. Physik ist halt schon immer schwer gewesen.

03.02.2019 20:27 Frank 6

Wir haben Februar und es fällt Schnee. Wie konnte das denn passieren? Wir haben doch die Klimakatastrophe und müssten, wenn es nach gewissen Phantasten geht........?
Das Klima ist aber auch ungezogen und hält sich nicht grüne Ökovorgaben. Demnach müsste jetzt Hochsommer sein.
Scheiß Ideologie aber auch!

03.02.2019 19:57 heribert54 5

Der menschengemachte Klimawandel zeigt sich in seiner vollen Härte. Schnee im Februar, glatte Strassen, querstehende LKW, hatten wir noch nie?
Ist doch wiedermal ein Thema für "Greta" . Eine Sondersendung im Fernsehen wäre ganz wichtig, im GEZ-Fernsehen. Was machen wir uns eigentlich noch Gedanken über sowas, das Ende der Erde ist vorprogrammiert, dank der atomaren Bedrohung durch die USA.

03.02.2019 19:18 Sabrina 4

Es gibt eben nicht nur Negativwachstum in der Wirtschaft, sondern auch negative Klimaerwärmung..
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Es ist auf der Erde immer noch viel zu kalt.
In weiten Teilen der Erde wächst nichts, kann man keine Lebensmittel anbauen, weil es viel zu kalt ist.
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Und das betrifft nicht nur die Polregionen, sondern auch höher gelegene Landstriche in den Tropen und Subtropen.
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Eine moderate Erderwärmung hätte überwiegend Vorteile, die man nicht nur beim Blick auf die Heizkostenrechnung oder die Unfallstatistiken sieht.

03.02.2019 18:51 Morchelchen 3

Tja, trotz aller Klimaerwärmung gibt es ihn noch, den schneereichen Winter. Und sofort gehen die großen Schwierigkeiten mit der Räumung los. Wäre da große Kälte mit tagsüber Sonnenschein, aber besser? Eher nicht, denn tagelang minus 40 Grad, wie in Amerika, könnten wir sicherlich auch nicht verkraften, oder?

03.02.2019 18:27 na so was 2

Bei Radio MDR-Sachsen kam auf Grund der Wetterlage heute Nachmittag mehrfach in den Straßenverkehrsnachrichten: Stau auf der A4 (als Beispiel) wegen querstehender LKW´s. Wie ist das möglich, sonntags ist bis 22 Uhr Fahrverbot für LKW´s. Es dürfen zwar LKW mit Sondergenehmigung auch Sonntags fahren, aber das ist nicht die große Masse. Autobahnpolizei, ist das nicht euer Job ?