Lage in Mitteldeutschland Schnee sorgt weiter für Probleme

Auch am Freitag kam es in Mitteldeutschland zu Unfällen auf Straßen und Ausfällen auf Schienen. Wälder wurden gesperrt. Am Wochenende soll es weiter schneien und regnen. Die Skisportgebiete erwarten einen Ansturm.

Der Winter wird Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am Wochenende weiter fest im Griff haben. In den tieferen Lagen stehe ein nasses Wochenende mit Schmuddelwetter bevor. Ab 600 Metern werde es weiter kräftig schneien, sagte MDR-Meteorologin Michaela Koschak. Dort seien bis zu 20 Zentimeter Neuschnee möglich.

Regen sorge in den kommenden zwei Tagen bis in die mittleren Lagen hinein zudem für die Gefahr von Schneebrüchen. Laut Koschak wird der Schnee noch schwerer. Sie warnte davor, in schneereichen Wäldern spazieren zu gehen.

Wälder im Vogtland gesperrt

Der Vogtlandkreis in Sachsen sperrte aus diesem Grund per Allgemeinverfügung bis auf Weiteres einige Waldgebiete. Zahlreiche Bäume seien bereits unter der Schneelast zusammengestürzt, sagte ein Sprecher des Landratsamtes am Freitag in Plauen. Schon am Mittwoch waren die Wälder in und um Annaberg-Buchholz im Erzgebirge gesperrt worden.

Auf den Straßen in Mitteldeutschland gab es auch am Freitag mehrere Glätteunfälle. Die Einsatzkräfte von Polizei, Technischem Hilfswerk und Feuerwehren waren im Dauerstress. Im Bahnverkehr kam es zu Verspätungen oder Züge fielen ganz aus. In einem Regionalzug von Würzburg nach Erfurt saßen am Abend rund 40 Reisende fest. Ihr Zug war laut Deutscher Bahn bei Zella-Mehlis gegen einen umgestürzten Baum gefahren und wurde dabei beschädigt.

Für Anfang kommender Woche deutet sich milderes Wetter an. Für viele Gemeinden könne daher die Schneeschmelze zum Problem werden. Schon am Freitagmorgen stand nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT die Ortseinfahrt von Schierke unter Wasser.

Wintersportfans kommen auf ihre Kosten

Die Wintersportgebiete in Mitteldeutschland blicken derweil mit Freude auf das bevorstehende Wochenende. So lädt im Oberharz der Tourismusverband zum ersten Wintersportwochenende des Jahres. Sowohl Ski Alpin als auch Langlauf seien möglich. Mitarbeiter des Nationalparks seien aber dabei, weitere Langlauf-Strecken von umgefallenen Bäumen zu befreien.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Januar 2019 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Januar 2019, 20:26 Uhr

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4 Kommentare

12.01.2019 18:24 Johny 4

Obwohl es seit 2000 immer wieder Winter gab, sendete vor acht Tagen der Bayerische Rundfunk ein rührseliges Filmchen, „Abschied vom weißen Winter“, in dem behauptet wird: „Leise nieselt’s, kein Schnee: Es ist wärmer geworden in Bayern – und das vor allem im Winter und besonders in den Bergen. Schon jetzt gibt es messbar weniger Schnee.“ - Heute sendet der BR Sondermeldungen zur Schneekatastrophe. Das Klima macht was es will und hält sich nicht an das Orakel. ;-)

12.01.2019 14:48 Bernd L. 3

Wir sollten den Schnee genießen, denn nach Aussagen unseres Ober-Klimaexperten Prof. Latib aus dem Jahre 2000 wird es nach 20 Jahren in unseren Breiten keinen Frost und keinen Schnee mehr geben- also nächstes Jahr wird es hier keinen Schnee mehr geben. Wirklich, wer würde schon an den Worten unserer staatlichen Klimaexperten zweifeln wollen?

12.01.2019 10:15 Fragender Rentner 2

Scheinbar verträgt sich die hochmodere Technik nicht mit dem Wetter?

Egal ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter.

Ob sie mit der 5. Jahreszeit klarkommt? :-)

11.01.2019 23:14 007 1

Schneechaos in halb Europa!?

Das ist die vom Menschen gemachte Klimaveränderung.
Rette sich wer kann, die Welt geht unter ...