Mehrere ausgebrannte Autowracks stehen auf einer Landstraße. Links und rechts stehen verbrannte Bäume.
Ausgebrannte Autos auf einer Landstraße bei Paradise in Kalifornien. Bildrechte: IMAGO

USA Tote bei Waldbränden in Kalifornien

Bei Waldbränden im US-Bundesstaat Kalifornien hat es mindestens elf Tote gegeben. In Malibu bedrohen die Flammen die Häuser zahlreicher Stars. Präsident Trump gab in einem Tweet den kalifornischen Behörden die Schuld.

Mehrere ausgebrannte Autowracks stehen auf einer Landstraße. Links und rechts stehen verbrannte Bäume.
Ausgebrannte Autos auf einer Landstraße bei Paradise in Kalifornien. Bildrechte: IMAGO

Bei Waldbränden in Kalifornien sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Behörden stammten fünf Opfer aus der teilweise zerstörten Kleinstadt Paradise. Sie seien auf der Flucht vor den Flammen in ihren Autos gestorben.

Vier weitere Tote wurden im Norden von Kalifornien entdeckt, zwei im Küstenort Malibu. 35 Menschen gelten weiter als vermisst.

Auch Villen von Prominenten bedroht

Ein Hubschrauber lässt uber einem Wohnhaus Löschwasser ab.
Auch in der Küstenstadt Malibu kämpft die Feuerwehr gegen die Flammen. Bildrechte: dpa

In Paradise wurden rund 1.000 Gebäude von den bis zu 15 Meter hohen Flammen zerstört. Die Stadt wurde evakuiert. Rund 26.000 Menschen flohen vor dem Feuer. Für weitere Orte in dem US-Bundesstaat wurde die Evakuierung von 75.000 Häusern angeordnet.

Betroffen von Waldbränden ist auch die bekannte Küstenstadt Malibu, die rund 800 Kilometer südlich von Paradise liegt. In dem Nobel-Badeort bedrohen die Flammen auch die Häuser von Prominenten wie den Popstars Lady Gaga und Cher.

Cher schrieb auf Twitter: "Ich sorge mich um mein Haus, aber ich kann nichts tun." Weiter erklärte sie, das Haus von Freunden brenne. Lady Gaga twitterte: "Alles, was wir tun können, ist, zusammen und füreinander zu beten."

Starker Wind erschwert Brandbekämpfung

Wegen der Waldbrände wurden Schulen geschlossen und Sportveranstaltungen abgesagt. Der Pacific Highway, eine der wichtigsten Verkehrsadern in Kalifornien, wurde teilweise gesperrt.

Tausende Feuerwehrleute aus mehreren US-Bundesstaaten kämpfen gegen die Flammen. Ihre Arbeit wird allerdings erschwert, weil sich die Flammen wegen des starken Windes rasend schnell ausbreiten.

Notstand in Brandgebieten ausgerufen

Der kalifornische Interimsgouverneur Gavin Newsom rief für die Brandgebiete den Notstand aus, um die Bereitstellung von Hilfen zu erleichtern. Der Leiter des Katastrophenschutzbüros der kalifornischen Regierung, Mark Ghilarducci, sagte, das Ausmaß der Zerstörungen sei "wirklich unglaublich und herzzerreißend".

Trump greift kalifornische Behörden an

US-Präsident Donald Trump erhob am Samstag schwere Vorwürfe gegen kalifornische Behörden. Trump schrieb auf Twitter, Grund für die "massiven, tödlichen und teuren" Feuer sei schlechtes Forst-Management. Milliarden Dollar würden jährlich ausgegeben und trotzdem würden Menschen sterben. Trump drohte in diesem Zusammenhang mit dem Entzug von Geldern des Bundes.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 10. November 2018 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. November 2018, 09:53 Uhr