Anwohner gehen über eine verwüstete Straße, nachdem der Taifun 'Mangkhut' gewütet hat.
Anwohner gehen in Tuguegarao City über eine Straße, die der Taifun "Mangkhut" verwüstet hat. Bildrechte: dpa

Taifun "Mangkhut" Tote und Verwüstungen auf den Philippinen

Taifun "Mangkhut" hat auf der Philippinen Häuser weggerissen, Strommasten umgeworfen und Bäume entwurzelt. Bei Erdrutschen starben mindestens 13 Menschen. Fünf Millionen Menschen sind von den Folgen des Wirbelsturms betroffen.

Anwohner gehen über eine verwüstete Straße, nachdem der Taifun 'Mangkhut' gewütet hat.
Anwohner gehen in Tuguegarao City über eine Straße, die der Taifun "Mangkhut" verwüstet hat. Bildrechte: dpa

Durch den Taifun "Mangkhut" sind auf den Philippinen mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Behörden starben fünf Menschen bei einem Erdrutsch in der Stadt Baguio. Fünf weitere werden dort noch vermisst.

Tote bei Erdrutschen

In der Provinz Benguet kamen zwei Helfer, ein 13 Jahre altes Kind und eine vierköpfige Familie ebenfalls bei Erdrutschen ums Leben. In einer Vorstadt der Hauptstadt Manila ertrank ein Mädchen in einem Hochwasser führenden Fluss.

Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Toten weiter steigt. Nach Angaben des Katastrophenschutzes treffen Berichte aus den betroffenen Regionen nur schleppend ein. Rettungskräfte hätten viele Gebiete noch nicht erreicht.

Häuser weggerissen, Strommasten umgeworfen

Eine Frau sitzt während Regenfällen durch Taifun Mangkhut in einem Evakuierungszentrum
Rund 36.000 Menschen werden in Notunterkünften versorgt Bildrechte: dpa

Der Taifun hatte am Samstagmorgen die Philippinen erreicht. Auf der nördlichen Hauptinsel Luzon traf er mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 255 Kilometern pro Stunde auf Land. Behörden und Hilfsorganisationen berichten von schweren Verwüstungen.

An der Küste spülten meterhohe Wellen Häuser weg. Im Landesinneren wurden Tausende Häuser zerstört, Strommasten umgerissen und Bäume entwurzelt.

Rund fünf Millionen Menschen seien von den Auswirkungen betroffen, erklärten die Behörden. Rund 36.000 Menschen würden in Notunterkünften mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden.

China rüstet sich für Taifun

Inzwischen rüstet sich China für die Ankunft des Taifuns. Die Menschen in Südchina wurden vor "Mangkhut" gewarnt. Rund 3.000 Arbeiter wurden von Arbeitsplattformen im Südchinesischen Meer in Sicherheit gebracht. Zudem ordneten die Behörden an, dass mehr als 6.000 Schiffe zurück in die Häfen fahren sollen. Einige Fährverbindungen wurden eingestellt.

"Mangkhut" gefährlicher als "Florence"

Der Taifun "Mangkhut" ist nach Einschätzung des Rückversicherers Munich Re weit gefährlicher für die Bevölkerung als Ex-Hurrikan "Florence", der an der US-Ostküste wütet.

Ernst Rauch, Leiter der Klimaforschung des weltgrößten Rückversicherers, sagte, "Mangkhut" werde voraussichtlich ein sogenannter Supertaifun sein. Der Durchmesser sei wesentlich größer und der Sturm mit wesentlich höheren Windgeschwindigkeiten viel intensiver.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 15. September 2018 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. September 2018, 17:13 Uhr