Schwer bewaffnete Polizeikräfte nach Schießerei in Annapolis
Schwer bewaffnete Polizeikräfte nach Schießerei in einer Zeitungsredakion in der US-Stadt Annapolis Bildrechte: dpa

Annapolis Fünf Tote bei Schüssen in US-Zeitungsredaktion

Bei einer Schießerei in einer Zeitungsredaktion in Annapolis im US-Bundesstaat Maryland sind nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Mehrere weitere sollen verletzt worden sein. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.

Schwer bewaffnete Polizeikräfte nach Schießerei in Annapolis
Schwer bewaffnete Polizeikräfte nach Schießerei in einer Zeitungsredakion in der US-Stadt Annapolis Bildrechte: dpa

In Annapolis im US-Bundesstaat Maryland sind nach Angaben der Polizei bei einer Schießerei in einer Zeitungsredaktion mindestens fünf Menschen getötet worden. Zudem seien mehrere Menschen schwer verletzt worden, sagte der Chef der Bezirkspolizei, Bill Krampf. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.

Motiv unklar

Die Schießerei ereignete sich in der Redaktion der Zeitung "Capital Gazette". Ein Mitarbeiter der Zeitung berichtete im Kurzbotschaftendienst Twitter, ein "Bewaffneter" habe "durch die Glastür ins Büro" auf mehrere Kollegen geschossen.

Stadtansicht von Annapolis Maryland
Stadtansicht von Annapolis im US-Bundesstaat Maryland. Bildrechte: imago/Westend61

Beim mutmaßlichen Schützen handelt es sich laut Polizei um einen Mann Ende 30 aus dem Bundesstaat Maryland. Es werde geprüft, ob er auch für die Drohungen verantwortlich sei, die die Zeitung im Internet erhalten habe. Nähere Angaben machte die Polizei zunächst nicht.

Die Zeitungsredaktion befindet sich in einem vierstöckigen Bürogebäude in Annapolis, der Hauptstadt von Maryland, etwa 50 Kilometer entfernt von der US-Hauptstadt Washington.

Weißes Haus: Angriff auf Reporter ist Angriff auf Amerikaner

US-Präsident Donald Trump ließ sich nach Angaben des Weißen Hauses über die Geschehnisse in Annapolis auf dem Laufenden halten. Trump twitterte, seine "Gedanken und Gebete" seien bei den Opfern und ihren Familien. Er dankte allen Helfern.

Trumps Sprecherin Sarah Sanders twitterte: "Eine gewaltsame Attacke auf unschuldige Journalisten, die ihren Job machen, ist eine Attacke auf jeden Amerikaner." Der Gouverneur von Maryland, Larry Hogan, zeigte sich erschüttert über die "Tragödie in Annapolis".

In den vergangenen Monaten hatte es in den USA zahlreiche tödliche Schießereien gegeben. Sie hatten die Debatte über Verschärfungen des US-Waffenrechts angeheizt. Trump unterstützt in diesem Streit die mächtige Waffenlobby NRA.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 28. Juni 2018 | 22:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. Juni 2018, 06:27 Uhr