Erdansicht aus dem Weltraum
Die Treibhausgas-Werte sind auf einem neuen Rekordniveau. Bildrechte: imago/Ikon Images

Klimawandel Weltwetterorganisation nennt Treibhauseffekt fast unumkehrbar

Treibhausgase in der Erdatmosphäre haben einen neuen Höchststand erreicht. Davor warnte am Donnerstag die WMO, die Weltwetterorganisation der Vereinten Nationen. Eine Trendwende des Klimawandels sei nicht in Sicht.

Erdansicht aus dem Weltraum
Die Treibhausgas-Werte sind auf einem neuen Rekordniveau. Bildrechte: imago/Ikon Images

In der Erdatmosphäre ist der Anteil an Treibhausgasen wie Kohlendioxid, Methan oder Lachgas so hoch wie nie. Das geht nach Angaben der Weltorganisation für Metereologie aus jüngsten Messungen hervor. Demnach stieg im Jahr 2017 die CO2-Konzentration auf 405,5 ppm. Ein ppm entspricht einem Molekül Kohlendioxid in einer Million Moleküle trockener Luft.

Eine Eisfläche in der Antarktis
Der Klimwandel sorgt unter anderem dafür, dass Gletscher verschwinden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ohne eine Verringerung von CO2 und anderen Treibhausgasen wird der Klimawandel zerstörerische und unumkehrbare Folgen für die Erde haben.

Petteri Taalas WMO-Generalsekretär

WMO warnt auch vor Kühlmittel CFC-11

Der anhaltende Anstieg der CO2-Konzentration führe zu "langfristigem Klimawandel, einer Anhebung des Meeresspiegels, der Versauerung der Meere und mehr extremen Wettersituationen", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Die Chance, noch einzugreifen, sei fast vertan. Vor allem Flugzeuge, Autos, Fabriken, Kraftwerke und Landwirtschaft pusten Treibhausgase in die Luft, die für eine Erwärmung des Klimas sorgen.

Die WMO schlägt außerdem wegen des Treibhausgases CFC-11 Alarm. Dieses Kühlmittel sei längst verboten, werde aber in Ostasien noch immer hergestellt. Den Messungen zufolge gehe die Konzentration von CFC-11 in der Atmosphäre seit 2012 langsamer zurück als in der Dekade davor.

CO2-Konzentration Die CO2-Konzentration steigt seit Beginn der Industrialisierung. So lag nach Angaben des Umweltbundesamts im Jahr 1750 der Kohlendioxid-Anteil noch bei etwa 280 ppm. Im Jahr 2015 erreichte er erstmals die Marke von 400. 2016 wurden 403,3 ppm gemessen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. November 2018 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. November 2018, 12:33 Uhr